Die umfangreichen Änderungen im G-DRG-System sowie in der Diagnosen- (ICD) und Prozedurenklassifikation (OPS) gehen erneut mit einem erheblichen Aufwand bei den Anwendern einher. Aus diesem Grunde hat sich die Selbstverwaltung auch in diesem Jahr darauf verständigt, die Anpassungen in den Kodierrichtlinien auf zwingend notwendige Änderungen zu beschränken. In diesem Sinne wurden folgende Aspekte umgesetzt:

-          Redaktionelle Bearbeitung der Kodierrichtlinien, Fehlerbereinigung

-          Anpassung an die ICD-10 GM Version 2004

-          Anpassung an den OPS-301 Version 2004

-          Anpassung an die G-DRG-Klassifikation Version 2004

-          Inhaltliche Klarstellung einzelner Kodierrichtlinien

-          Neuaufnahme und Streichung von einzelnen Kodierrichtlinien zur Klarstellung von 

           speziellen Fallkonstellationen.

Die Deutschen Kodierrichtlinien Version 2004 beziehen sich ausschließlich auf Kodes des amtlichen OPS 301, Version 2004. Kodes des freiwillig anzuwendenden Erweiterungskataloges zum OPS 301 (auch optionaler OPS 301 genannt) werden hier nicht berücksichtigt.

Um einen leichteren Überblick über die Änderungen zu ermöglichen, wurden diese, wie bereits im Jahr zuvor, in der vorliegenden Version am Rand durch Markierungen (senkrechte Balken) hervorgehoben. In denjenigen Fällen, in denen Inhalte des Regelwerkes eine Modifizierung oder Ergänzung erfahren haben, wurde in der fortlaufenden Nummerierung der Kodierrichtlinien der Buchstabe "a" (geltend für die erstmalig entwickelten Kodierrichtlinien 2002) oder "b" (für 2003 geänderte Kodierrichtlinien) durch "c" für die Version 2004 ersetzt.

Die wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den Vorversionen werden in Form einer Zusammenfassung in dem Anhang B der Kodierrichtlinien dargestellt.

Die Übergangsregelungen für die Abrechnung gemäß der Bundespflegesatzverordnung (BpflV) wurden unverändert belassen. Bei Redaktionsschluss wurde davon ausgegangen, dass diese aufgrund der zeitlich versetzten Budgetverhandlungen für das Jahr 2004 noch Anwendung finden werden. Es kann allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass im Rahmen der Überarbeitung der Fallpauschalen-/Sonderentgeltkataloge noch Änderungsbedarf in Bezug auf die Übergangsregelungen entstehen wird. Derzeit ist jedoch eher nicht von einer abweichenden Kodierung für die Fallpauschalen- und Sonderentgeltkataloge aufgrund der Anpassung des OPS und ICD für 2004 zu rechnen. Sollte sich dennoch Anpassungsbedarf ergeben, werden wir diesen mit Bekanntgabe der neuen Fallpauschalen- und Sonderentgeltkataloge für das Jahr 2004 darstellen.

Da im Anhang B der Kodierrichtlinien alle relevanten Änderungen im Überblick aufgezeigt werden, möchten wir an dieser Stelle von weiteren Ausführungen absehen.

Aufgrund des Umfanges der Kodierrichtlinien verweisen wir auf die Veröffentlichung der Kodierrichtlinien auf der Homepage der DKG  im Downloadbereich. Sie ist in drei Dateiformaten (pdf-Dateien) sowie als Word-Dokument verfügbar. Die Kodierrichtlinien sind ebenfalls auf der Homepage des InEK (www.g-drg.de ) erhältlich.

Darüber hinaus werden die Kodierrichtlinien als Buchversion in der Deutschen Krankenhausverlagsgesellschaft mbh (DKVG) zum Einzelpreis von ca. 8,00 € erscheinen.