Mit der Entscheidung für ein DRG-basiertes Vergütungssystem als Entgeltsystem für stationäre Krankenhausleistungen haben die Verschlüsselung von Diagnosen und Prozeduren und damit die dafür geltenden Klassifikationen eine neue Bedeutung erhalten. Zur Abbildung der Prozeduren erfolgte zum 1.1.2001 eine Erweiterung des Operationenschlüssels nach       § 301 SGB V, Version 1.1, der seit 1995 zur Verschlüsselung der Prozeduren vorlag. Die Erstfassung diente seinerzeit der Abbildung des Fallpauschalen- und Sonderentgeltsystems und enthielt dementsprechend lediglich Schlüssel für rein operative Leistungen. Da im AR-DRG-System ebenfalls nicht operative Leistungen hinterlegt sind, wurde eine Anpassung der Klassifikation kurzfristig erforderlich. Diese Erweiterung hatte eine Zunahme der Schlüssel von 6.488 auf 23.160 zur Folge, wobei der Differenzierungsgrad der abgebildeten Prozeduren in den einzelnen Kapiteln sehr unterschiedlich ist.

Im Vorfeld der Revision für das Jahr 2001 gingen zahlreiche Vorschläge von Fachgesellschaften, Verbänden sowie sonstigen Institutionen beim DIMDI, der für die Anpassung der Klassifikationen zuständigen Institution, ein. Diese konnten lediglich teilweise umgesetzt werden, da bei der ersten Überarbeitung, die im Jahr 2000 unter immensem Zeitdruck erfolgte, die Anforderungen für Abrechnungszwecke im Vordergrund standen. Die Nichtberücksichtigung der teilweise sehr differenzierten Vorschläge einzelner Fachgesellschaften führte zu allzu verständlicher Verwirrung und Enttäuschung.

Da abzusehen ist, dass der OPS-301 trotz der bekannten Mängel in den nächsten Jahren weiterhin zur Verschlüsselung von Prozeduren genutzt werden wird, haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe OPS des KKG gemeinsam mit dem DIMDI Gesichtspunkte für die zukünftigen Revisionen des OPS-301 entwickelt. Die Gesichtspunkte erläutern die Zielstellung des OPS und führen Gesichtspunkte für die Aufnahme sowie für die Nichtaufnahme von Prozeduren auf. Diese stellen eine erste Grundlage für die weitere Bearbeitung des OPS-301 dar. Sie sollen sowohl den Institutionen, die Vorschläge für weitere Kodes erarbeiten sowie den Verantwortlichen für die Klassifikation in ihren Entscheidungen Hilfestellung geben.

Für das Jahr 2003 ist für den Operationenschlüssel nach § 301 SGB V lediglich eine knappe Anpassung geplant. Dabei sollen Erfordernisse für das Entgeltsystem berücksichtigt werden. Eine inhaltliche Überarbeitung gesamter Kapitel ist im Rahmen dieser Revision nicht vorgesehen. Da die Ergebnisse des Mappings und erste Daten aus den Kalkulationen ggf. Auswirkungen auf einzelne Kodebereiche haben, wird der Zeitplan derzeit noch diskutiert.

Für die ICD-10-SGB-V ist derzeitigen Aussagen zufolge davon auszugehen, dass für das Jahr 2003 keine Anpassung erfolgen wird.

Die vom KKG am 6.3.2002 konsentierten Gesichtspunkte stehen im Downloadbereich zur Verfügung.