Dabei sollten Erfordernisse des Entgeltsystems berücksichtigt werden. Um Ergebnisse des Mappings sowie der Erstkalkulation bei der Revision mit einbeziehen zu können, war eine Veröffentlichung zum 01.10.2002 angedacht.

Durch die Ersatzvornahme des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bezüglich des Optionsmodells 2003 und dem damit veränderten Vorgehen bei der Durchführung des Mappings, der Definitionshandbucherstellung sowie der Erstkalkulation fehlten der Selbstverwaltung die Voraussetzungen, abschließende Vorschläge für eine Änderung des OPS-301 zum 01.01.2003 zu formulieren. Die grundsätzliche Notwendigkeit der Anpassung der OPS-301 Version 2.1, insbesondere vor dem Hintergrund des DRG-Adaptionsprozesses, wird jedoch nach wie vor gesehen. Dies wurde dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) von Seiten der Selbstverwaltungspartner entsprechend mitgeteilt.

Das DIMDI hat in Absprache mit dem BMG die Entscheidung getroffen, auf eine Revision des OPS-301 zum 01.01.2003 zu verzichten. Dies wurde in einer Pressemitteilung des DIMDI am 25.09.2002 öffentlich bekannt gegeben. Das bedeutet, dass für das Jahr 2003 der OPS-301 Version 2.1 weiterhin Gültigkeit besitzen wird.

In der gleichen Pressemitteilung führt DIMDI die Vorbereitung auf eine Erweiterung des amtlichen Schlüssels an: "Diese soll auf freiwilliger Basis von Krankenhäusern oder einzelnen Fachgebieten nutzbar sein. Der Erweiterungskatalog soll ab Mitte nächsten Jahres für die Anwender verfügbar sein. Ohne alle Krankenhäuser zu einer umfangreichen Dokumentation zu verpflichten, kann damit zukünftig insbesondere im Rahmen der Kalkulation der DRG-Fallpauschalen überprüft werden, ob eine weitere Differenzierung des DRG-Fallpauschalen-Katalogs für bestimmte Fachgebiete erforderlich ist."

Die Herausgabe eines "erweiterten" OPS-Katalogs sowie dessen Verfügbarkeit ab Mitte nächsten Jahres ist mit den Selbstverwaltungspartnern nicht abgestimmt. Nach erster Einschätzung könnten durch diese Vorgehensweise mehrfache Probleme entstehen. Insbesondere liegt zur Zeit kein Konzept für die EDV-technische Umsetzung der Anwendung dieses erweiterten OPS-Katalogs sowie die Möglichkeit der Analyse dieser Daten im Rahmen der DRG-Fallpauschalen-Kalkulation bzw. -Anpassung vor.