Ziel ist insbesondere die Akzeptanz bei den Anwendern des DRG-Systems sowie die Qualität der Anpassungen weiter zu erhöhen.

Da es sich bei der ersten DRG-Version weitestgehend um eine reine Übersetzung der australischen AR-DRG ohne Anpassung auf die deutsche Versorgungssituation handelt, sind umfängliche Anpassungsarbeiten in den kommenden Jahren und vordringlich im Jahr 2003 für das Sys­tem 2004 zu leisten.

Für das System 2004 können externe Experten aus Medizin, Ökonomie und Wissenschaft konkrete Änderungsvorschläge am DRG-System mit Hilfe vorgegebener Dokumentationsbögen einreichen. Alle Informationen sollen in einem strukturierten Verfahren zent­ral gesammelt werden. Sammelstelle wird das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK GmbH), das Institut der Selbstverwaltung, sein. Auf der Internet-Homepage des InEK (www.g-drg.de) soll nach dem Beschluss der Selbstverwaltungspartner noch im Dezember diesen Jahres das o.g. Verfahren zur Einbindung externen Sachverstandes eingerichtet werden. D.h. dort finden Sie alle notwendigen Informationen zu dem Verfahren sowie die o.g. standardisierten Dokumentationsbögen.

Die Selbstverwaltungspartner rufen alle betroffenen Organisationen entsprechend auf, bekannte Problembereiche des DRG-Systems in strukturierter Aufbereitung bis zum 31.03.2003 (Abgabefrist) beim InEK einzureichen. Änderungsvorschläge sollten zur besseren Abstimmung und Bündelung sowie einer beschleunigten Bearbeitung relevanter Probleme primär nicht von Einzelpersonen sondern über die jeweilige Interessen vertretenden Organisationen, Institutionen und Fachgesellschaften im Gesundheitswesen erfolgen. Dies ermöglicht der Selbstverwaltung bereits im Vorfeld abgestimmte Änderungsvorschläge für eine größere Interessengruppe prioritär zu bearbeiten.

Es besteht sowohl die Möglichkeit Vorschläge zur Anpassung der Klassifikation (Detailformblätter zur Klassifikation) als auch zu vergütungsrelevanten Aspekten (z.B. notwendig erscheinende Zusatzentgelte) über das Problembeschreibungsformular einzubringen.

Die aktive Einbindung von Fachexperten im Rahmen von Arbeits­gruppen zur fachlichen Bewertung der eingehenden Vorschläge am InEK war für das kommende Jahr aus Zeitgründen noch nicht zu etablieren. Es besteht jedoch die Absicht, entsprechende Arbeitsgruppen für die Folgejahre einzurichten.