Bisher werden in den Metadaten zwei verschiedene Formate für die Altersklassen angeboten. Ein Format (Feld 22 und 24) nutzt Tage, Wochen, Monate und Jahre als Zeiteinheit. Ein alternatives Format (Feld 23 und 25) nutzt nur Tage und Jahre. Aus einer DIMDI-Umfrage zu den Altersklassenformaten im Jahre 2015 ergab sich, dass das Alternativformat, welches nur Tage und Jahre nutzt, seitens der Anwender bevorzugt wurde. Ab der ICD-10-GM Version 2018 wird es daher nur noch dieses Format geben. Das Format in Feld 22 und 24 entfällt dann. Um dies vorzubereiten, hat das DIMDI für die Vorabfassung der ICD-10-GM Version 2017 die Feldbeschreibung zum alternativen Altersformat in Feld 23 und 25 präzisiert. Mehr Informationen hierzu befinden sich im Downloadcenter des DIMDI in der Liesmich-Textdatei zum Format Metadaten.

Wie in jedem Jahr sind in die vorläufige Fassung Änderungen eingegangen, die sich aus dem Vorschlagsverfahren für die ICD-10-GM Version 2017, dem Kalkulationsverfahren des InEK und dem jährlichen Revisionsverfahren der WHO ergeben haben. Neben redaktionellen Änderungen wurden Anpassungen von Inklusiva, Exklusiva und Hinweistexten vorgenommen, bestehende Kodes weiter differenziert und neue Kodes eingeführt. Einen Überblick über alle Änderungen der Vorabversion der ICD-10-GM Version 2017 gegenüber der ICD-10-GM Version 2016 gibt die als Anlage 2 beigefügte Aktualisierungsliste des DIMDI. Besonders hingewiesen sei hier auf folgende Änderungen:

Sekundäre bösartige Neubildung sonstiger näher bezeichneter Lokalisationen (C79.8-)

Einführung von neuen Kodes für sekundäre bösartige Neubildungen des Bindegewebes und anderer Weichteilgewebe.

Hämangiom (D18.0-)

Schaffung einer neuen fünften Stelle für die Lokalisation „Auge und Orbita“.

Adipositas (E66.-)

Umfangreiche Überarbeitung des gesamten Kodebereiches mit Einführung von zwei neuen fünfstelligen Kategorien zur Verschlüsselung der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Dort werden Body-Mass-Index (BMI) – Grenzwerte angegeben, welche sich auf die für Deutschland empfohlenen Referenzperzentile zur Feststellung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen beziehen. Eine entsprechende Tabelle wurde vom DIMDI als Anhang zur Aktualisierungsliste (Anlage 2) beigefügt.

Vaskuläre Myelopathien (G95.1-)

Unterteilung dieses bisher endstelligen Kodes in Kodes für „nicht traumatische spinale Blutung“ (G95.10) und „sonstige vaskuläre Myelopathien“ (G95.18).

Sonstige Krankheiten des Nervensystems nach medizinischen Maßnahmen (G97.8-)

Neueinführung von Kodes für postoperative epidurale (G97.82), postoperative subdurale (G97.83) sowie postoperative subarachnoidale (G97.84) spinale Blutung.

Herzinsuffizienz (I50.-)

Neue Zusatzkodes zur Angabe der NYHA-Stadien der Rechtsherzinsuffizienz. Diese sekundären Schlüsselnummern kommen bei einer globalen Herzinsuffizienz nicht zur Anwendung.

Akutes Nierenversagen (N17.-)

Anpassung der Hinweistexte. Unter anderem wird klargestellt, dass für die Anwendung der Kriterien bzgl. des Vorliegens eines akuten Nierenversagens ausschließlich bei Stadium 1 ein adäquater, dem klinischen Zustand angepasster Hydratationszustand zum Zeitpunkt der Messungen Voraussetzung ist. Bei den Stadien 2 und 3 gilt diese Voraussetzung nicht. Des Weiteren soll die fünfte Stelle .9 bei den Kategorien N17.0 – N17.8 nur verwendet werden, wenn das Stadium des akuten Nierenversagens bei histologisch gesicherter Diagnose nicht bestimmt werden kann. Anlage 2 gibt einen genauen Überblick über alle vorgenommenen Änderungen der Hinweistexte.

Kapitel XIX – Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen

Schaffung von Kodes für die Verletzung epiduraler, subduraler oder subarachnoidaler Blutgefäße und auch für die Verletzung von Rückenmarkhäuten für die jeweils zutreffenden Körperregionen.

Bei der Vorabversion der ICD-10-GM 2017 handelt es sich um eine vorläufige Fassung, welche noch geändert bzw. ergänzt werden kann. Über die Veröffentlichung der endgültigen Fassung der ICD-10-GM 2017 durch das DIMDI werden wir Sie zeitnah in Kenntnis setzen.