Über Neuerungen für den G-DRG-Bereich informieren wir Sie in einer separaten Mitteilung. An dieser Stelle möchten wir Sie über Veränderungen seit der Veröffentlichung der Vorabversion im Kap. 9 (OPS-Psych) informieren.

Der Kommentar des DIMDI zu Kapitel 9 enthält eine Zusammenfassung der Veränderungen und ist als Anlage 1 beigefügt. Die Aktualisierungsliste enthält alle Änderungen im Detail (Anlage 2) und die Differenzliste (Anlage 3) enthält die Veränderungen der endgültigen OPS-Fassung gegenüber der Vorgängerversion.

Wichtige neu hinzugekommene Änderungen im OPS 2015 für Leistungen, welche in Einrichtungen im Geltungsbereich des § 17d KHG erbracht werden, sind:

    Einführung neuer Zusatzkodes für die qualifizierte Entzugsbehandlung, die die bisherigen Kodes für die spezifische qualifizierte Entzugsbehandlung (9-700 für Erwachsene und 9-800 für Kinder und Jugendliche) ersetzen. Diese neuen Zusatzkodes 9-647 ff. für Erwachsene / 9-694 ff. für Kinder und Jugendliche können tagesbezogen angegeben und mit den Kodes für Regelbehandlung, Intensivbehandlung, psychotherapeutische Komplexbehandlung und der psychosomatisch-psychotherapeutischen Komplexbehandlung kombiniert werden. Die inhaltlichen Anforderungen an die qualifizierte Entzugsbehandlung sind beim neuen Kode für den Erwachsenen-Bereich bis auf die Streichung der Formulierung: „mindestens 3 Therapieelemente pro Woche“ unverändert geblieben.

In der Kinder – und Jugendpsychiatrie (9-649 ff.) wurde bei den Mindestmerkmalen die Formulierung: „mindestens 2 Verfahren“ gestrichen und ebenso das Merkmal „wöchentliche multiprofessionelle Teambesprechung“.

    Neu eingeführt wurden auch die Kodes 9-648 „Erhöhter therapiepro-zessorientierter patientenbezogener Supervisionsaufwand bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen“ und der gleichnamige Kode 9-695 für den Bereich der KJP. Diese beziehen sich auf die Supervision eines psychotherapeutischen Behandlers (ärztlich-psychotherapeutisch oder psychologisch-psychotherapeutisch bzw. Kinder- Jugendlichen¬psychotherapeuten) der einen konkreten Patientenfall betrifft oder auf die Supervision eines Behandlungsteams, das ebenfalls einen konkret benannten Patienten behandelt. Die Beschreibung des Supervisionskodes im Hinweistext ist für den KJP-Kode 9-695 etwas abweichend von der Version für den Erwachsenenbereich. Z.B. unterscheiden sich die Mindestdauern der supervidierten Therapiesitzungen. Auch findet sich im KJP Kode (9-695) der Hinweis: „Zu kodieren sind zusätzlich zu den im Rahmen der Primärkodes durchgeführten Regelsupervisionsleistungen erbrachte (...) Supervisions-leistungen“. Damit wird im KJP-Bereich auf die zu erwartende Schwierigkeit hingewiesen, diese speziellen Supervisionsleistungen von „Regelsupervision“ im klinischen Alltag abzugrenzen.

    Der Komplex-Kode 9-67 „Psychiatrisch-psychosomatische Intensivbehandlung bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen“ wurde überarbeitet: Ein Hinweistext mit der Aufzählung der kombiniert kodierbaren Zusatzkodes (z. B. kriseninterventionelle Behandlung, Supervision, usf.) wurde aufgenommen. Ein beschreibendes Patientenmerkmal im alten Hinweistext wurde gestrichen. Einige Mindestmerk¬male wurden ergänzt, umformuliert oder gestrichen und der Abschnitt Patientenmerkmale wurde inhaltlich verändert. Die intensive Überwachung in einer Kleinstgruppe oder durch Einzelbetreuung, die vorher im 9-67 enthalten war (9-670.- „Intensive Beaufsichtigung mit Überwachung in einer Kleinstgruppe“ (..) und 9-671.- „Einzelbetreuung bei psychischen (...)“) wurde nun in einen eigenen neuen Kodebereich der Zusatzkodes 9-693 ff. verschoben: a) 9-693.0 „Intensive Beaufsichtigung mit Überwachung in einer Kleinstgruppe (...)“ und b) 9-693.1 „Einzelbetreuung bei psychischen und (...)“.

    Die Anwendung des Kodes 9-200 „Hochaufwendige Pflege von Erwachsenen“ (PKMS-E) wird für Einrichtungen im Geltungsbereich des § 17d KHG ausgeschlossen. Die Kodes für die „Hochaufwendige Pflege von Kindern und Jugendlichen“ (9-201 f) und von „Kleinkindern“ (9-202 f) sind aber weiterhin für die Kodierung im Geltungsbereich des §17d KHG nicht ausgeschlossen.

    Die Veränderungen bei der Einzelbetreuung/Kleinstgruppe im KJP-Bereich sind im Zusammenhang mit den Bemühen des InEK ergänzende tagesbezogene Entgelte (ET) für die KJP im Rahmen des neuen PEPP-Entgeltkataloges 2015 auszuweisen zu verstehen.