Worauf bezieht sich der Hinweis „bei Filter-, Beutel-, System- oder Datumswechsel sowie bei einer Unterbrechung bis zu 24 Stunden ist keine neue Verschlüsselung der Prozedur erforderlich“ bei der Hämofiltration (8-853), Hämodialyse (8-854) und Hämodiafiltration (8-855) in Bezug auf die Abgrenzung der verlängerten intermittierenden von den kontinuierlichen Verfahren? (FAQ Nr. 8036)

Hier erfolgt die Klarstellung, dass die geplante Dauer der Behandlung von mehr als 24 Stunden das entscheidende Kriterium zur Unterscheidung zwischen (verlängerten) intermittierenden und kontinuierlichen extrakorporalen Verfahren ist. Darüber hinaus wird in der FAQ darauf hingewiesen, dass bei einer kontinuierlichen Dialyse ein Gerät einzusetzen ist, das für kontinuierliche Behandlungszeiten von mehr als 24 Stunden geeignet ist. Vorausgesetzt wird, dass kontinuierliche Verfahren grundsätzlich über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden ohne Unterbrechung durchgeführt werden können. Ein Kode für ein kontinuierliches Verfahren ist auch dann zu verwenden, wenn dieses aufgrund klinischer oder paraklinischer Veränderungen bzw. geänderter Therapieziele nach weniger als 24 Stunden abgebrochen wird. Ausschlaggebend ist also nicht die tatsächliche, sondern die bei Beginn des Nierenersatzverfahrens geplante Dauer der Behandlung. Diese ist in der Patientendokumentation anzugeben.

Bei verlängerten intermittierenden Nierenersatzverfahren ist laut DIMDI eine Behandlungsdauer von mehr als 6 bis 24 Stunden geplant. Falls ein kontinuierliches Verfahren unterbrochen wird und in der Zwischenzeit eine intermittierende oder eine verlängerte intermittierende Dialyse/(Dia-)Filtration durchgeführt wird, ist jede einzelne Episode getrennt zu kodieren. In diesem Fall werden anstelle eines längeren kontinuierlichen Verfahrens zwei (kürzere) kontinuierliche und ein intermittierendes bzw. verlängertes intermittierendes Verfahren kodiert.