Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat am 18.12.2013 auf seiner Homepage (www.dimdi.de) unter der Rubrik Klassifikationen/FAQ im Bereich OPS drei neue FAQs veröffentlicht und eine bestehende FAQ ergänzt. Es handelt sich hierbei um folgende Themen:

FAQ Nr. 0011: „Ist für die Kodierung einer Prozedur mit zwei oder mehr OPS-Kodes zwingend ein entsprechender Hinweis im OPS erforderlich?“

Hier wird klargestellt, dass im OPS nicht alle Kombinationsmöglichkeiten von Operatio-nen/Prozeduren mit dem Hinweis gekennzeichnet sind, dass eine zusätzliche Kodierung erforderlich und möglich ist. Grundsätzlich ist alles, was regelhaft Bestandteil des kodier-ten Eingriffes ist, im Kode abgebildet. Darüber hinausgehende Maßnahmen sind zusätz-lich zu kodieren, auch wenn es keinen entsprechenden Hinweis im OPS gibt.

FAQ Nr. 5008 „Können die Kodebereiche 5-923.2 und 5-923.7 für die Verwendung von „Supratel®“ angegeben werden?“

Einerseits erfolgt hier die Klarstellung, dass bis zur OPS-Version 2013 die oben genannten Kodebereiche („Temporäre Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen, durch alloplastisches Material….“) für die Verwendung von „Supratel®“ angegeben werden können. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass ab der OPS-Version 2014 hierfür die neuen Kodebereiche 5-923.a und 5-923.b „Temporäre Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen, durch hydrolytisch resorbierbare Membran…“ geschaffen wurden.

FAQ Nr. 8034: „Wie ist der Begriff „Metastasierende Neoplasie“ der zur Berechnung der Aufwandspunkte für die Kodes 8-980 und 8-98f verwendet wird, zu verstehen?“

Hier erfolgt ebenfalls eine Klarstellung, dass seit OPS-Version 2005 mit dem Begriff „Me-tastasierende Neoplasie“ bei der Berechnung der Aufwandspunkte für intensivmedizini-sche Komplexbehandlungen eine Neubildung gemeint ist, die bereits Metastasen gebildet hat.

FAQ Nr. 8015: Wie ist bei der Verschlüsselung von mehreren Komplexbehandlungen – die sich in ihrer Definition überschneiden – während eines stationären Aufenthaltes zu verfahren?

Diese bereits bestehende FAQ besagt, dass bei der gleichzeitigen Durchführung von mehreren Komplexbehandlungen, welche sich in ihrer Definition unterscheiden, die jeweiligen Kodes nebeneinander angegeben werden können. Zur Klarstellung wurde nun folgender Satz ergänzt: „Im Geltungsbereich des § 17b KHG gilt: Eine Therapieeinheit (z. B. Ergotherapie) kann für mehrere Komplexbehandlungen angerechnet werden.“