Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 20. Oktober 2010 ergänzend zu seinen Beschlüssen vom 16.12.2010 die Ablation der Prostata mittels Thulium-Laser (TmLAP) zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen. Der hinsichtlich der Thulium-Laser-Enukleation bei BPS ebenfalls am 20.10.2011 gefasste Aussetzungsbeschluss ruht derzeit, da der ihn begleitende Beschluss zur Qualitätssicherung weiter beraten wird. Die Beschlüsse zur TmLAP wurden gegen die Stimmen der Deutschen Krankenhausgesellschaft  gefasst, die für eine Aussetzung votiert hatte. Die Bundesärztekammer hatte sich in ihrer Stellungnahme für den Einschluss beider Verfahren ausgesprochen.

Grundlage der Beschlüsse war die indikationsbezogene Bewertung der Verfahren nach § 137c SGB V (Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Krankenhaus) und nach § 135 SGB V (Bewertung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der vertragsärztlichen Versorgung). Die Bewertung erfolgte unter anderem auf Basis zweier Berichte des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Die Anwendung und Vergütung der transurethralen Resektion der Prostata (TURP) und ihrer technischen Modifikationen (TUVP – Vaporisation und TUVRP – Vaporesektion), der Adenomenukleation (offene Operation) und der transurethralen Blasenhalsinzision (TUIP) im Rahmen einer Krankenhausbehandlung sind von diesem Beschluss abermals nicht betroffen.

Die Beschlüsse nebst tragenden Gründen sind auf der Internetseite des G-BA veröffentlicht:

http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/#1404/

Die G-BA-Beschlüsse werden dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und treten erst nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.