Im Mittelpunkt der Neufassung stand das Anliegen, für Menschen mit dauerhaft schweren Behinderungen eine langfristige Genehmigung von Heilmittelbehandlungen durch die gesetzliche Krankenkasse zu ermöglichen. Die bisher immer wieder notwendige besondere ärztliche Begründung mit prognostischer Einschätzung des Gesundheitszustandes entfällt.

Ein weiterer zentraler Aspekt der Neufassung ist, dass eine Heilmittelbehandlung außerhalb der Praxis auch ohne vorherige Verordnung eines Hausbesuchs ermöglicht wird. Diese Regelung ist insbesondere relevant für schwer behinderte Kinder und Jugendliche, die nun nicht mehr zwingend zur Erbringung einer Heilmittel-Maßnahme eine Heilmittel-Praxis aufsuchen müssen, sondern diese auch am Ort ihrer Unterbringung wahrnehmen können.

Die Beschlüsse wurden nach § 94 SGB V durch das Bundesministerium für Gesundheit geprüft und nicht beanstandet und sind durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger (Anlage) jetzt in Kraft getreten.