Die Überarbeitung des Vorberichtes Version 1.0 vom 03.04.2007 war notwendig geworden, da das IQWiG seinen der Nutzenbewertung zugrunde liegenden Berichtsplan als Folge einer Gesetzesänderung im GKV-WSG zur Diskussion stellen musste.

Das IQWiG berücksichtigt auch in seinem Vorbericht Version 2.0 53 Studien, darunter 52 randomisierte kontrollierte Studien. Jedoch sei die Aussagekraft der in den Studien beschriebenen Ergebnisse aufgrund methodischer Schwächen zum Teil stark eingeschränkt. In seinem Fazit gibt das IQWiG an: "Im vorliegenden Bericht wurden 14 nichtmedikamentöse lokale Verfahren zur Behandlung des BPS im Hinblick auf eine Beeinflussung patientenrelevanter Therapieziele, d. h., der Symptomatik, der Lebensqualität, der Krankenhausverweil- und der Katheterisierungsdauer bewertet. Daten zu unerwünschten Ereignissen konnten nur eingeschränkt interpretiert werden, da deren Berichterstattung generell unbefriedigend war. Einerseits können zwar für einen Teil der Verfahren prozedural bedingte und/oder durch Studien belegte Vorteile gegenüber einer Standardtherapie in Bezug auf die Krankenhausverweil- und teilweise auch auf die Katheterisierungsdauer geltend gemacht werden. Andererseits kann unter der Prämisse, dass die höchstens irrelevant geringere positive Beeinflussung der Symptomatik durch die nichtmedikamentösen lokalen Verfahren und ggf. die damit verbundene Beeinflussung der Lebensqualität vordringliches Ziel der Behandlung eines BPS ist, für keines der Verfahren letztendlich ein Zusatznutzen gegenüber einer Standardtherapie als belegt angesehen werden."

Der Bericht des IQWiG wird im weiteren Verlauf als Empfehlung an den Gemeinsamen Bundesausschuss weitergeleitet, in dessen Beratungen im Rahmen eines Zulassungsverfahren für die vertragsärztliche Versorgung eine Überprüfung der genannten nichtmedikamentösen lokalen Behandlungsverfahren stattfindet.

Die Stellungnahmefrist endet am 20.11.2007. Bei der Abgabe von Stellungnahmen sind der "Leitfaden zum Stellungnahmeverfahren zu Vorberichten des Institutes", das "Formblatt zur schriftlichen Stellungnahme zum Vorbericht" sowie das "Formblatt Interessenskonflikte" zu beachten. Der vollständige Vorbericht und die Formulare sind unter http://www.iqwig.de/index.543.html abzurufen. Von Seiten der Geschäftsstelle der DKG ist eine Stellungnahme zu diesem Vorbericht vorgesehen, die sich jedoch primär auf formale Auffälligkeiten beschränken muss. Gleichwohl möchten wir Sie bitten, die Ihnen angeschlossenen Krankenhäuser kurzfristig über diesen Vorbericht und das daran angeschlossene Stellungnahmeverfahren zu informieren, damit auf diesem Gebiet klinisch tätige Experten den Bericht bewerten und ggf. eine fachlich dezidierte Stellungnahme abgeben können. Die erneute Aufforderung zur Stellungnahme ist aufgrund der erfolgten Überarbeitung des Vorberichtes notwendig. Über die Übersendung einer Durchschrift der Stellungnahmen würden wir uns freuen.