Mit der elften Verordnung zur Änderung der Risikostruktur-Ausgleichverordnung (11.RSA-ÄndV) sind zum 22.12.2004 die Anforderungen an strukturierte Behandlungsprogramme (DMP) für Patientinnen und Patienten mit chronischen obstruktiven Atemwegserkrankungen in Kraft getreten. Im Rahmen der anschließenden Verhandlungen zu lokalen Verträgen wurden von Seiten einzelner Kassenverbände Schwierigkeiten in Bezug auf eine rechtssichere Ausschreibung aus dem DMP / Teilbereich Asthma bronchiale an den G-BA herangetragen. Dem Anliegen der Krankenkassen trug der G-BA mit dem aktuellen Beschluss kurzfristig Rechung.
Geändert wurden die Empfehlungen zu den "Speziellen Teilnahmevoraussetzungen", welche die, aufgrund der Koppelung an den RSA notwendigen, rechtssicheren Ein- und Aus-schreibekriterien definieren. Die nur für den Teilbereich Asthma bronchiale geltende Ausschreiberegelung, nach zwölfmonatiger Symptomfreiheit ohne asthmaspezifische Therapie und normaler Lungenfunktionsanalyse, soll nunmehr entfallen. Stattdessen soll der Arzt bei Patienten die zwölf Monate ohne asthmaspezifische Therapie symptomfrei sind nur noch prüfen, ob die Patienten weiterhin von einer Einschreibung profitieren. Eine zwingende Ausschreibung aus dem Programm wird dagegen nicht mehr verlangt.

Wenngleich insbesondere für Jugendliche mit Asthma bronchiale eine Ausschreibemöglichkeit nach der bisherigen Regelung sinnvoll erscheint, werden unabhängig hiervon DMP-Patienten nach § 28d RSAV grundsätzlich ausgeschrieben, wenn zwei Dokumentationsbögen innerhalb von zwölf Monaten fehlen.

Die vom G-BA beschlossenen Änderungsempfehlungen sind an das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung zur Erstellung einer RSA-ÄndV weitergeleitet worden. Am  22.6.2005 erfolgte bereits im Rahmen der Anhörungen zur Aktualisierung des DMP Diabetes mellitus Typ 2 (Referentenentwurf 12. RSA-ÄndV) die gleichzeitige Anhörung zu der geschilderten Thematik.