Zwischenzeitlich wurden die  Beratungen zu dem DMP abgeschlossen und entsprechende Empfehlungen in der Sitzung des GBA am 18.01.2005 beschlossen. Der dem Beschluss zugrunde liegende Entwurf der Empfehlungen wurde durch den Unterausschuss DMP und eine Arbeitsgruppe mit Fachexperten erarbeitet. Bei der Beratung wurden die Stellungnahmen aus der Anhörung gemäß § 137 f Abs. 2 SGB V ebenso berücksichtigt wie die Stellungnahmen von Bundesärztekammer und Bundespsychotherapeutenkammer gemäß § 91 Abs. 8a SGB V.

Mit der Überarbeitung wurde insbesondere eine Präzisierung der Therapieziele und der Empfehlungen zur medikamentösen Therapie vorgenommen. Aus Krankenhaussicht sind die geänderten Regelungen zum koordinierenden Arzt und zur Kooperation der Versorgungssektoren zu beachten. Es konnten entsprechende Inhalte aus dem Programm zu Diabetes Mellitus Typ 1 ergänzt werden. In der Begründung wurden, wie schon beim DMP (Diabetes mellitus Typ 1) Anforderungen an die Strukturqualität (einschließlich Empfehlungen zu Mindestbehandlungszahlen) aufgenommen. Obwohl diese Angaben nicht im eigentlichen Verordnungstext enthalten sind, so besitzen sie dennoch Bedeutung, da insbesondere das Bundesversicherungsamt diese als Orientierung für die Akkreditierung der entsprechenden Verträge zwischen Krankenkassen und  Leistungserbringern heranzieht.

Die vom GBA erarbeiteten Empfehlungen an die Anforderungen an ein DMP Diabetes mellitus Typ 2 werden nun an das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung zur Erstellung einer neuen Rechtsverordnung weitergeleitet.