Im Jahr 2002 wurden erstmals folgende Erkrankungen benannt und im weiteren Verlauf Empfehlungen zu deren Ausgestaltung gemäß §137 f Abs. 2 SGB V entwickelt:

• Diabetes mellitus Typ 1 und 2
• Brustkrebs
• Koronare Herzkrankheit.
• Chronische obstruktive Atemwegserkrankungen (Asthma bronchiale und COPD)

Nach Fertigstellung der oben genannten Programme hat der GBA dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung nunmehr weitere geeignete chronische Krankheiten zu empfehlen, für die strukturierte Behandlungsprogramme entwickelt werden sollen. Hierzu hat der GBA in der Besetzung nach § 91 Abs. 4 SGB V in seiner Sitzung am 18.01.2005 beschlossen, die Öffentlichkeit durch Bekanntmachung der anstehenden Beratungen zu weiteren geeigneten chronischen Krankheiten für strukturierte Behandlungsprogramme (DMP) in den Findungsprozess des GBA einzubinden.

Die Bekanntmachung soll dazu dienen, insbesondere den medizinischen Dachverbänden und Gesellschaften, den Sachverständigen der medizinischen Wissenschaft und Praxis und den Spitzenverbänden der Selbsthilfe- und Patientenorganisationen Gelegenheit zu geben, Vorschläge bezüglich zu empfehlender Krankheiten einzureichen. Die Vorschläge sind anhand eines definierten Fragenkataloges zu begründen und innerhalb einer Frist von acht Wochen nach der Veröffentlichung - möglichst in elektronischer Form - beim GBA einzureichen.

Der Fragenkatalog sowie weitere Erläuterungen sind auch bei der Geschäftsstelle des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss, Geschäftsführung, Auf dem Seidenberg 3a, 53721 Siegburg, E-Mail:, info@g-ba.de, www.g-ba.de) erhältlich.

Maßgeblich für die spätere Auswahl chronischer Krankheiten, für die strukturierte Behandlungsprogramme entwickelt werden sollen, sind die Zahl der von der Krankheit betroffenen Versicherten, die Möglichkeit zur Verbesserung der Versorgungsqualität, die Verfügbarkeit von evidenzbasierten Leitlinien, ein sektorenübergreifender Behandlungsbedarf, die Beeinflussbarkeit des Krankheitsverlaufs durch Eigeninitiative des Patienten und ein hoher finanzieller Aufwand.

In den weiteren Beratungen des GBA soll eine Priorisierung der eingereichten Vorschläge, sowie weiterer Vorschläge der Trägerorganisationen des GBA mittels eines formalen Bewertungs- und Konsensusverfahrens erfolgen.

Wir bitten Sie, sich bei Interesse an dem Verfahren unter Nutzung der oben genannten Unterlagen zu beteiligen. Eine Kopie Ihrer Vorschläge bitten wir Sie, nachrichtlich an die DKG, Dezernat Medizin z. Hd. Herr Dr. Schorn zu übersenden, um die Interessen der Krankenhäuser in den Verhandlungen entsprechend vertreten zu können. Bei den Vorschlägen sollte der sektorübergreifende Ansatz der Programme sowie die Auswahl einzelner Leistungserbringer für die Teilnahme durch die Krankenkassen entsprechend berücksichtigt werden.