In seiner Sitzung am 21.09.2017 hatte der G BA die Wiederaufnahme der Beratungen nach den §§ 135 Absatz 1 SGB V (vertragsärztliche Versorgung) und 137c Absatz 1 SGB V (stationäre Versorgung) zum Thema „Low-Dose-Rate (LDR) Brachytherapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom (Brachytherapie)“ beschlossen. Die ursprüngliche Antragstellung zur Beratung dieses Themas war bereits 2002 (ambulant) sowie 2009 (stationär) erfolgt und hatte in der Folge dazu geführt, dass die Beschlussfassung ausgesetzt wurde, um weitere Erkenntnisse für die Bewertung zu erlangen. In der Folge war dann die sogenannte „PREFERE“-Studie initiiert worden, welche aufgrund von erheblichen Rekrutierungsproblemen Ende 2016 jedoch eingestellt wurde.

Mit der beigefügten Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 08.02.2018 (Anlage) wird insbesondere Sachverständigen der medizinischen Wissenschaft und Praxis, Dachverbänden von Psychotherapeuten- und Ärztegesellschaften und psychothera-peutischen Fachgesellschaften sowie Spitzenverbänden der Selbsthilfegruppen und Patientenvertretungen Gelegenheit geboten, erste Einschätzungen zum Beratungsgegenstand abzugeben. Die Einschätzungen zu dem oben genannten Beratungsthema sind anhand eines Fragebogens innerhalb einer Frist von einem Monat nach dieser Veröffentlichung möglichst in elektronischer Form an folgende E Mail-Adresse zu senden: brachytherapie@g-ba.de

Den Fragebogen sowie weitere Erläuterungen finden Sie auf der Internetseite des G-BA unter:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3191/

Neben dieser Bekanntmachung erfolgte aktuell zudem eine Beauftragung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß § 139a Absatz 3 Nummer 1 SGB V. Das IQWiG soll demnach in Form eines Rapid Reports die Recherche, Darstellung und Bewertung des aktuellen medizinischen Wissenstandes zur Anwendung der Brachytherapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom durchführen. Die entsprechenden Ergebnisse werden dann eine Grundlage für die weiteren Beratungen im G-BA darstellen.