Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung am 17.11.2017 im Beratungsverfahren nach § 135 Abs. 1 SGB V beschlossen, dass die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve bei koronarer Herzkrankheit fortan Leistung der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung sein soll.

Das Beratungsverfahren geht zurück auf einen Antrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom 13.07.2015, der durch das Plenum am 20.08.2015 angenommen wurde.

Der G-BA kommt zu dem Schluss, dass die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve erbracht werden darf, wenn bei Patientinnen und Patienten eine koronare Herzkrankheit vorliegt, die Indikation zur Koronarangiographie besteht und aufgrund des Angiographiebefundes die Indikation zur Koronarintervention nicht eindeutig ist.

Die Beschlussdokumente sind auf der Internetseite des G-BA abrufbar:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3137/

Der Beschluss bedarf noch der Überprüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit und wird im Falle einer Nichtbeanstandung am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten.