Der G-BA sieht den Nutzen der Methode angesichts des geringen Evidenzniveaus der vorliegenden Studien als noch nicht hinreichend belegt an, stellt aber fest, dass die Methode das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative bietet.

Mit der Aussetzung der Beschlussfassung ist die Leistungserbringung im Krankenhaus weiterhin möglich. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Feststellung des Potenzials einer erforderlichen Behandlungsalternative auch im Sinne des § 137c Absatz 3 SGB V von Bedeutung ist.

Da keine laufenden Studien identifiziert wurden, deren Ergebnisse geeignet sein könnten, die vorhandene Evidenzlücke zu schließen, wird der G-BA im Falle einer Nichtbeanstandung durch das BMG Beratungen zu einer Erprobungsrichtlinie aufnehmen. Nach derzeitiger Auffassung des G-BA setzt der spätere Beschluss einer Richtlinie zur Erprobung der Liposuktion keine Kostenübernahme nach § 137e Absatz 6 Satz 1 SGB V voraus, da für das Verfahren kein Medizinprodukt als maßgeblich angesehen wird.

Die Beschlussunterlagen wurden auf der Homepage des G-BA veröffentlicht:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3012/

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3013/

Der Beschluss wird nun dem BMG zur Prüfung nach § 94 SGB V vorgelegt und tritt erst im Falle einer Nichtbeanstandung nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Über das Ergebnis der Prüfung durch das BMG und den weiteren Verlauf des Verfahrens werden wir Sie zu gegebener Zeit informieren.