Wie bereits näher berichtet, hat der G BA in seiner Sitzung am 16.03.2017 beschlossen, das Heilmittel ambulante Ernährungsberatung für Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose und seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen.

Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose und seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen soll damit ermöglicht werden, neben einer Versorgung in spezialisierten Einrichtungen und Schwerpunktpraxen, Ernährungstherapie auch in Wohnortnähe in Anspruch nehmen zu können. Die spezialisierten Therapeutinnen und Therapeuten mit einem anerkannten Berufs- oder Studienabschluss im Bereich Ernährung wie Diätassistenten, Ökotrophologen und Ernährungswissenschaftler arbeiten dabei eigenständig auf ärztliche Verordnung. Sie müssen eine Mindestanzahl an behandelten Patienten und eine mindestens einjährige Berufserfahrung nachweisen. Verordnungen dieser Leistung können durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte, zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassene Ärztinnen und Ärzte, medizinische Versorgungszentren sowie ermächtigte Ärztinnen, Ärzte und Einrichtungen vorgenommen werden, die auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Mukoviszidose oder seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen spezialisiert sind. Da die betreffenden Patientinnen und Patienten vornehmlich in spezialisierten Einrichtungen wie beispielsweise Hochschulambulanzen betreut werden, ist die Regelung für Krankenhäuser relevant.

Zwischenzeitlich hat das BMG den Beschluss gemäß § 94 SGB V geprüft und nicht beanstandet (Anlage). Der Beschluss wird daher am 01.01.2018 in Kraft treten.

Die maßgeblichen Beschlussunterlagen sind abrufbar unter:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2907/