Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung am 16.03.2017 in den Bewertungsverfahren nach § 135 und § 137c SGB V beschlossen, die Anwendung der Positronenemissionstomographie (PET; PET/CT) zwei Teilindikationen im Bereich der Kopf-Hals-Tumore in den vertragsärztlichen Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen sowie in der stationären Versorgung zu belassen. Der G-BA ist nach Auswertung der aktuellen Studienlage zu der Erkenntnis gelangt, dass unter Hinzuziehung einer PET/CT-Untersuchung invasive Eingriffe vermieden oder deren Ausmaße präziser festgelegt werden können. Dies betrifft zu einem die Entscheidung über die Durchführung einer Neck Dissection bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder mit unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs und zum anderen die Entscheidung über die Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie bei begründetem Verdacht auf eine persistierende Erkrankung bzw. auf ein Rezidiv eines Larynxkarzinoms. Damit ist die Leistungserbringung bei diesen Anwendungsgebieten im Krankenhaus weiterhin möglich.

Die Beschlüsse bedürfen noch der Prüfung nach § 94 Abs. 1 SGB V durch das Bun-desministerium für Gesundheit und treten im Falle einer Nichtbeanstandung nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Sie sind mit zugehörigen Tragenden Gründen auf den Internetseiten des Gemeinsamen Bundesausschusses unter:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2890/

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2891/

veröffentlicht.