Folgende Appendizes wurden geprüft:

•    Appendix 1a Tumorgruppe 1 (gastrointestinale Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle) („giT“),

•    Appendix Anlage 1a Tumorgruppe 2 (gynäkologische Tumoren) („gynT“),

•    Appendix Anlage 2a (Tuberkulose und atypische Mykobakteriose) („Tbc“),

•    Appendix Anlage 2k (Marfan-Syndrom) („Marfan“) und

•    Appendix Anlage 2l (Pulmonale Hypertonie) („PH“).

In Anbetracht grundlegender Überarbeitungen der human- und tumorgenetischen Kapitel des EBM mussten dieses Jahr zahlreiche Änderungen nachvollzogen werden, die der G-BA am 16.03.2017 beschlossen hat. Der entsprechende Beschluss mit den aktualisierten Appendizes wurde nun am 21.03.2017 auf der Homepage des G-BA veröffentlicht (https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2889/).

Insbesondere die Appendizes „gastrointestinale Tumore (giT)“ und „gynäkologische Tumore (gynT)“ sind von diesen Änderungen betroffen. Erfreulicherweise wurden von den human- und tumorgenetischen Ziffern keine Leistungen aus dem bisherigen Behandlungsumfang gestrichen, vielmehr wurde die Abbildung dieser Beratungs- und Untersuchungsleistungen deutlich differenzierter.

Weitere Anpassungen wurden auch in den übrigen Appendizes vorgenommen, um die einzelnen Dokumente zu vereinheitlichen. Auf Bestreben des GKV-SV und der KBV wurden die Ziffern zum Sanierungsmonitoring bei MRSA-Besiedlung aus dem Leistungsumfang gynT gestrichen. Dabei handelt es sich um die GOPen 30940, 30942, 30944, 30946, 30948, 30950 und 30952 für Mitglieder des Kernteams und die Ziffern 30954 und 30956 für hinzuzuziehende Fachärzte für Labormedizin. Der Nukleinsäurenachweis von MRSA ist jedoch auch weiterhin über die GOP 32837 möglich. Des Weiteren wurden im Appendix „gynT“ zur besseren Verständlichkeit Leistungsausschlüsse bei Subspezialisierung (Teams, die ausschließlich Patientinnen mit Mammakarzinom behandeln, bzw. Teams, die ausschließlich Patientinnen ohne Mammakarzinom behandeln) nachvollzogen, die sich bereits in der erkrankungsspezifischen Anlage finden.

Der Beschluss tritt nach Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Wir werden Sie über den weiteren Verlauf und damit einhergehende Fristen rechtzeitig informieren.