Wie bereits mit unseren Schreiben vom 03.11. und 08.11.2016 berichtet, sind zu insgesamt drei Methoden solche Informationen durch Krankenhäuser an den G-BA übermittelt worden. Im weiteren Verlauf wurde das Informationsergänzungsverfahren durchgeführt, um allen Krankenhäusern, die eine Erbringung der Methoden vorsehen, sowie den jeweils betroffenen Medizinprodukteherstellern die Möglichkeit einzuräumen, weitere Informationen beim G-BA einzureichen.

Im nächsten Schritt hat der Gemeinsame Bundesausschuss in seiner Sitzung am 19.01.2017 nun die Entscheidungen darüber getroffen, ob das Verfahren nach § 137h SGB V für die einzelnen Methoden einschlägig ist und damit mit einer Durchführung der Bewertung gemäß § 137h Abs. 1 Satz 4 SGB V (Nutzenbewertung) fortzusetzen ist.

Zu folgenden Methoden hat der G-BA entschieden, dass die Voraussetzungen für eine Bewertung erfüllt sind, sodass im nächsten Schritt eine Bewertung gemäß § 137h Abs. 1 Satz 4 SGB V erfolgt:

•    Gezielte Lungendenervierung durch Katheterablation bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (Beschluss unter https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2848/ abrufbar)

•    Ultraschallgesteuerte hoch-intensive fokussierte Ultraschalltherapie bei Endometriose, Uterusmyom sowie bösärtigen Tumoren von Pankreas, Leber, Gallengängen, Knochen- und Gelenkknorpel (Beschluss unter https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2846/ abrufbar)

Mit einem Abschluss der entsprechenden Bewertungen ist voraussichtlich im März 2017 zur rechnen.

Für die Methode „Minimal-invasive linksventrikuläre Rekonstruktion mittels Verankerungssystem bei Herzinsuffizienz“ kam der G-BA hingegen zu dem Ergebnis, dass das Verfahren nach § 137h SGB V nicht einschlägig ist. Das notwendige Kriterium der „Erstmaligkeit“ wurde als nicht erfüllt angesehen, da bereits vor dem 31.12.2015 eine Anfrage nach § 6 Abs. 2 Satz 3 KHEntgG durch ein Krankenhaus erfolgt war. Damit kommt es bei dieser Methode nicht zu einer Durchführung einer Bewertung nach § 137h Abs. 1 Satz 4 SGB V. Der Beschluss und die Tragenden Gründe sind unter https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2844/ abrufbar.