Das Screening auf kritische angeborene Herzfehler mittels Pulsoxymetrie soll allen Neugeborenen, bei denen pränatal kein kritischer Herzfehler diagnostiziert wurde, angeboten werden. Die Untersuchung soll nach der 24. bis zur 48. Lebensstunde durchgeführt werden. Ausnahmefälle sind laut Beschluss möglich. Bei positivem Screening soll eine unverzügliche Vorstellung bei einer Fachärztin oder einem Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin möglichst mit der Schwerpunktbezeichnung Kinderkardiologie oder Neonatologie erfolgen. Hierzu sollen vorhandene Strukturen genutzt werden.

Die entsprechende zugehörige verpflichtende Dokumentation des Screenings wird in das neue Kinder-Untersuchungsheft („Gelbes Heft“), zunächst als Einlageblatt integriert.

Zwischenzeitlich hat das BMG den Beschluss gemäß § 94 SGB V geprüft und nicht beanstandet (Anlage). Die Richtlinie tritt einen Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kürze in Kraft.