Zudem ist eine Veröffentlichung des Berichtes auf der Homepage des G-BA unter

https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/64/

erfolgt. Die Berichterstattung hat seinen Ursprung in einer Anforderung seitens des BMG im Rahmen seiner Nicht-Beanstandung der SAPV-Richtlinie im Jahre 2008. Demnach war der G-BA aufgefordert worden, dem BMG jährlich über die Leistungsentwicklung im Bereich der SAPV zu berichten und dabei insbesondere die Fragen zu beantworten, ob Nachbesserungsbedarf bestehe und ob durch die Richtlinie den besonderen Belangen von Kindern genügt werde. Da in den letzten Jahren keine belastbare Aussagen zu den Auswirkungen der SAPV auf andere Leistungsbereiche getroffen werden konnten, wurde dies vom G-BA nicht mehr untersucht.

Mit dem vorliegenden Bericht erfolgt zum siebenten Mal eine Berichterstattung an das BMG. Wie in den Vorjahren wurden für die Erstellung dieses Berichtes Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen, Mitgliedsorganisationen der DKG und Leistungserbringer befragt.

Dem Bericht kann entnommen werden, dass sich der Versorgungsbereich der SAPV im Hinblick auf seine Strukturen und Leistungszahlen auch im Jahr 2015 kontinuierlich weiterentwickelt hat.

Wie in den Vorjahren hat sich der G-BA im Nachgang zur Berichterstattung mit den eingegangenen Hinweisen und Anregungen auseinandergesetzt. Ein Änderungsbedarf der SAPV-Richtlinie ergibt sich daraus nicht.

Es zeigte sich jedoch, dass in bestimmten Versorgungsbereichen teilweise Probleme bei der Umsetzung der Richtlinie bestehen. Wie in den Vorjahren berichtet, konnte eine vollständige vertragliche Abdeckung der SAPV noch nicht in allen Bundesländern erreicht werden. Außerdem wurde auf Unsicherheiten in der Abgrenzung zwischen allgemeiner ambulanter Palliativversorgung und SAPV hingewiesen. Ebenso wurde angeregt, die psychosoziale und seelsorgerische Begleitung der Betroffenen einschließlich der Angehörigen in der SAPV-RL stärker zu berücksichtigen. Im Bereich der Versorgung von Kindern und Jugendlichen bestehen gelegentlich Unklarheiten in Hinblick auf Kinder mit länger prognostizierter Lebenserwartung und intermittierendem Versorgungsbedarf (z. B. Kinder mit irreversiblen, jedoch nicht progredienten Erkrankungen) sowie bei der Versorgung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit pädiatrischer Grunderkrankung.