Kürzlich wurden die „Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie“ (Anlage) die auf der Grundlage der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland erstellt wurden, öffentlich vorgestellt. Der Erarbeitungsprozess lag in der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband sowie der Bundesärztekammer. Insgesamt haben etwa 50 Organisationen vornehmlich aus dem Bereich des Gesundheitswesens in einem mehrjährigen Prozess daran mitgewirkt. Auch die DKG hat sich daran beteiligt und erklärt, dass sie die „Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie“ mitträgt.

Gemäß der Präambel beruhen die Handlungsempfehlungen auf drei grundsätzlichen Zielen, deren Umsetzung in einer nationalen Strategie angestrebt wird:

1.    Einer in ganz Deutschland bedarfsgerechten, für alle Betroffenen zugänglichen Hospiz- und Palliativversorgung mit hoher Qualität,

2.    einer in ganz Deutschland gesicherten Finanzierung einer qualitativ hochwertigen Hospiz- und Palliativversorgung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, anderen Wohnformen sowie in der häuslichen Umgebung und

3.    einer auf wissenschaftlicher Grundlage und Qualitätssicherung beruhenden Hospiz- und Palliativversorgung zum Wohle der Betroffenen.

Ausgehend und gegliedert nach den fünf Leitsätzen der im Jahre 2010 verabschiedeten „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“, wurden in einer Vielzahl von Handlungsfeldern Analysen der Ausgangssituation vorgenommen und Ziele, sowie Empfehlungen zur Umsetzung formuliert. Die dabei aufgegriffenen Themen umspannen ein breites Spektrum. Dieses umfasst unter anderem:

•    Gesellschaftliche Herausforderungen

•    Allgemeine ambulante Palliativversorgung

•    Hospiz- und Palliativversorgung im Krankenhaus

•    Entwicklung von Hospiz- und Palliativkompetenzen in stationären Pflegeeinrichtungen

•    Hospiz- und Palliativversorgung bestimmter Personengruppen

•    Regionale Hospiz- und Palliativnetzwerke

•    Bildungsqualität in verschiedenen Berufsfeldern

•    Forschung in der Hospiz- und Palliativversorgung

•    Die europäische und internationale Dimension

In den jeweiligen Kapiteln findet sich demnach zumeist ein Abschnitt „Umsetzung“, der einen Maßnahmenkatalog enthält, in dem verschiedene Adressaten zu Handlungen aufgerufen werden. Der Krankenhausbereich erfährt unter Handlungsfeld 1 des Leitsatzes 2 (Bedürfnisse der Betroffenen – Anforderung an die Versorgungsstrukturen) seinen thematischen Schwerpunkt, wird aber auch an einzelnen anderen Stellen angesprochen.

Das Dokument sowie weitere Informationen können folgendem Link entnommen werden:

http://www.charta-zur-betreuung-sterbender.de/nationale-strategie_handlungsempfehlungen.html