Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung am 16.06.2016 im Bera-tungsverfahren nach § 135 Abs. 1 SGB V beschlossen, dass die kontinuierliche interstitielle Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten (rtCGM) für Diabetikerinnen und Diabetiker, die einer intensivierten Insulinbehandlung bedürfen, fortan Leistung der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung sein soll. Dies beruhte auf der Feststellung, dass durch die rtCGM die Blutglukoseselbstmessungen verringert und die Stoffwechsellage langfristig verbessert werden können, ohne dass dabei das Risiko schwerer Unterzuckerungen in Kauf genommen werden muss. Dies gelte insbesondere dann, wenn die festgelegten individuellen Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung ohne die Nutzung der rtCGM nicht erreicht werden können. Die Anwendung der rtCGM in der vertragsärztlichen Versorgung hat der G-BA mit bestimmten qualitätssichernden Vorgaben verbunden.

In der gleichen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss zudem entschieden, die Beratungen zur Methodenbewertung gemäß § 137c SGB V für die kontinuierliche interstitielle Glukosemessung mit Real-Time Messgeräten (rtCGM) zur Therapiesteue-rung bei Patientinnen und Patienten mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus einzustellen, da hier kein Regelungserfordernis mehr gesehen wurde.

Die Beschlüsse bedürfen noch der Prüfung nach § 94 Abs. 1 SGB V durch das Bun-desministerium für Gesundheit (BMG).

Die Beschlüsse und die Tragenden Gründe sind auf den Internetseiten des Gemeinsamen Bundesausschusses unter:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2623

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2625/

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