Zu den themenoffenen Förderschwerpunkten können Projekte unabhängig von ihrer thematischen Ausrichtung eingereicht werden, soweit sie den künftigen Förderkriterien entsprechen. Eine Bewerbung ist entweder nur auf einen Förderschwerpunkt innerhalb der themenspezifischen Förderschwerpunkte oder auf den themenoffenen Förderschwerpunkt vorgesehen.

Der themenspezifische Teil des Förderbereichs „neue Versorgungsformen“ enthält folgende Förderschwerpunkte:

-    Versorgungsmodelle in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten

-    Modellprojekte zur Arzneimitteltherapie sowie Arzneimitteltherapiesicherheit

-    Versorgungsmodelle unter Nutzung von Telemedizin, Telematik und E-Health

-    Versorgungsmodelle für spezielle Patientengruppen:

o    ältere Menschen

o    Menschen mit psychischen Erkrankungen

o    pflegebedürftige Menschen

o    Kinder und Jugendliche

o    Menschen mit seltenen Erkrankungen

Der themenspezifische Teil des Förderbereichs „Versorgungsforschung“ enthält folgende Förderschwerpunkte:

-    Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und Patientensicherheit in der Versorgung

-    Verbesserung von Instrumenten zur Messung von Lebensqualität für bestimmte Patientengruppen

-    Innovative Konzepte patientenorientierter Pflege unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitsteilung und der Schnittstellen sowie der Integration ausländischer anerkannter Pflegefachkräfte in den Versorgungsalltag

-    Verbesserung der Bedarfsgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit der GKV-Versorgung

-    Ursachen, Umfang und Auswirkungen administrativer und bürokratischer Anforderungen im Gesundheitswesen auf die Patientenversorgung sowie Entwicklung geeigneter Lösungsansätze

-    Einsatz und Verknüpfung von Routinedaten zur Verbesserung der Versorgung

Die Auswahl ist als ein Kompromiss angesichts der großen Fülle potentiell weiterer Themen zu verstehen. Durch die themenoffenen Förderschwerpunkte, zu denen Projekte unabhängig von ihrer thematischen Ausrichtung eingereicht werden können, soll auch die Möglichkeit eröffnet werden, solche Aspekte zu fördern, die derzeit noch nicht im Fokus der politischen, fachlichen oder öffentlichen Diskussionen stehen. Zudem besteht die Absicht, noch in diesem Jahr eine zweite Förderwelle durchzuführen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass in einem nächsten Schritt die Förderbekanntmachungen erstellt werden. Erst diese werden die Förderkriterien sowie weitere Anforderungen an die Projekte und die Anträge konkretisieren und somit rechtlich verbindliche Vorgaben treffen. Aus diesem Grunde ist eine Antragstellung auch erst nach deren Veröffentlichung möglich.

Mit diesem Rundschreiben möchten wir alle interessierten Leistungserbringer sowie universitäre Forschungseinrichtungen ermuntern, diesbezüglich Förderanträge zu stellen.