Ausstehend war noch der Beschluss zum Einsatz von AK-Stents zur Behandlung von Koronargefäßstenosen bei Patienten, für die die Anwendung eines DES nicht in Betracht kommt. Das Plenum ist nun in der Gesamtbewertung zu der Entscheidung gelangt, dass der AK-Stent weitreichend aus der Versorgung auszuschließen ist, hat aber zeitgleich eine Patientensubgruppe definiert, die vom Ausschluss unberührt bleibt. Dabei handelt es sich um Patienten, bei denen aufgrund von Kontraindikationen für eine langfristige duale Thrombozytenaggregationshemmung der Einsatz von medikamentenbeschichteten Stents nicht in Betracht kommt und zusätzlich aufgrund eines hohen Restenoserisikos der Einsatz von Bare Metal Stents nicht empfohlen wird. Für diese Patientengruppe, die mit den verfügbaren Stentalternativen also nicht angemessen versorgt werden kann, erhält der G-BA den AK-Stent also als eine mögliche Therapieoption im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Beschlussunterlagen wurden nun auf der Homepage des G-BA veröffentlicht:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2513/

Der Beschluss wird nun dem BMG zur Prüfung nach § 94 SGB V vorgelegt und tritt erst im Falle einer Nichtbeanstandung nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Über das Ergebnis dieser Prüfung werden wir Sie zu gegebener Zeit informieren.