Auch für Patienten mit niedrigem Restenoserisiko, bei denen die Anwendung eines DES in Betracht kommt, wurde der AK-Stent aus der Versorgung ausgeschlossen. Als Begründung für diesen Ausschluss wird u.a. die mangelnde medizinische Notwendigkeit angeführt. Auf Grund geänderter Leitlinienempfehlungen und der Weiterentwicklung von DES, können diese Stents (DES), bei denen bereits langjährige Erfahrungen vorliegen, bei immer mehr Patienten angewendet werden. Zudem mangelte es an zu erwartenden Studiendaten, so dass der G-BA auch Abstand von einer Erprobungsstudie genommen hat.

Zum Einsatz des AK-Stents in der restlichen Patientengruppe, die bisher noch von keinem G-BA-Beschluss umfasst ist, d.h. für die Patienten, bei denen die Anwendung eines DES nicht in Betracht kommt, laufen noch Beratungen im G-BA. Hierüber werden wir Sie zu gegebener Zeit informieren.

Die Beschlussunterlagen wurden auf der Homepage des G-BA veröffentlicht:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2389/

Der Beschluss wird nun dem BMG zur Prüfung nach § 94 SGB V vorgelegt. Er tritt erst nach dieser Prüfung, voraussichtlich erst Anfang 2016, in Kraft.