Im Ergebnis der aktuellen Beratungen kam der G-BA einstimmig zu der Empfehlung, die Beschlussfassung weiterhin auszusetzen, da Ergebnisse der maßgeblichen, deutschen Studien noch nicht vorliegen und die relevanten Leitlinien aufgrund der ausstehenden Studienergebnisse auch noch keine belastbare Empfehlung abgeben können. Mit der nun vorliegenden Beschlussfassung wurden die Aussetzungszeiträume für drei Teilindikationen im Rahmen des Interim-Stagings - analog zur Evidenz- und Studienlage - separat und unterschiedlich festgelegt:

Demnach wird die Beschlussfassung

•    bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen nach zwei bis vier Zyklen Chemotherapie/Chemoimmuntherapie zur Entscheidung über die Fortführung der Chemotherapie/Chemoimmuntherapie bis zum 31. Dezember 2017,

•    bei Hodgkin-Lymphomen im intermediären oder fortgeschrittenen Stadium nach zwei bis vier Zyklen Chemotherapie zur Entscheidung über die Fortführung der Therapie bis zum 31. Dezember 2021 und

•    bei Hodgkin-Lymphomen im frühen Stadium nach zwei bis vier Zyklen Chemotherapie zur Entscheidung über die Fortführung der Therapie bis zum 31. Dezember 2023

ausgesetzt. Auch die Geltungsdauer der Qualitätssicherungsmaßnahmen wurde spezifisch für die drei vorgenannten Indikationen entsprechend angepasst.

Die Fachwelt hat im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens uneingeschränkt diesem Vorgehen zugestimmt.

Die Beschlussdokumente sind einschließlich der zusammenfassenden Dokumentation auf der Internetseite des G-BA abrufbar:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2197/  und

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2199/  

Der Beschluss wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung gemäß § 94 SGB V vorgelegt. Der Beschluss wird erst nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft treten.