Dabei handelt es sich um eine Änderung der Psychotherapie-Richtlinie in der vertragsärztlichen Versorgung. Für die Behandlung gesetzlich krankenversicherter Patientinnen und Patienten, die durch Ereignisse und Erfahrungen wie beispielsweise Vergewaltigung, Krieg, Entführung, Folter, Unfälle etc. traumatisiert sind und an einer PTBS leiden, steht nunmehr auch für den vertragsärztlichen Kontext eine weitere psychotherapeutische Behandlungsmethode zur Verfügung, deren Nutzen vom G-BA als wissenschaftlich belegt erachtet wird. Ein zentraler Aspekt der Behandlung stellt nach der Begründerin, der US-Amerikanerin Francine Shapiro, die sogenannte „Desensibilisierung“ dar. Demnach soll durch kurzzeitiges Inkontakttreten mit der belastenden Erinnerung bei gleichzeitiger bilateraler Stimulation wie rhythmische Augenbewegungen, Töne oder kurze Berührungen etwa des Handrückens die Blockierung aufgehoben und eine zügige Verarbeitung der belastenden Erinnerung ermöglicht werden.

Weitere Informationen sind auf folgenden Internetseiten abrufbar:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2085/

https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=73abb6832ab74dbe872981035933d70d&page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&fts_search_list.selected=8df1a8ff2f779e97&fts_search_list.destHistoryId=05226