Zusammenfassend kann diesem Bericht entnommen werden, dass sich die Strukturen und Leistungszahlen der SAPV im Jahr 2012 wie bereits in den Vorjahren kontinuierlich weiterentwickelt haben. Zudem ist eine Veröffentlichung des Berichtes auf der Homepage des G-BA unter http://www.g-ba.de/downloads/17-98-3557/Bericht-Evaluation-SAPV-2012.pdf erfolgt.

Die Berichterstattung hat ihrenUrsprung in einer Anforderung seitens des BMG im Rahmen seiner Nicht-Beanstandung der SAPV-Richtlinie im Jahre 2008. Demnach war der G-BA aufgefordert worden, dem BMG jährlich über die Leistungsentwicklung im Bereich der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung zu berichten und dabei insbesondere die Fragen zu beantworten, ob durch die Richtlinie den besonderen Belangen von Kindern genügt werde und ob sich Rückwirkungen auf andere Leistungsbereiche (z. B. häusliche Krankenpflege) ergeben.

Mit dem vorliegenden Bericht erfolgt zum vierten Mal eine Berichterstattung an das BMG. Wie in den Vorjahren wurden für die Erstellung dieses Berichtes Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen, Mitgliedsorganisationen der DKG und Leistungserbringer befragt. Ein Schwerpunkt der Befragung lag in diesem Berichtsjahr auf der Erhebung von endgültigen Ablehnungsgründen für SAPV-Leistungen, getrennt bei Erwachsenen und Kindern bzw. Jugendlichen.

Dem Bericht kann entnommen werden, dass sich der Versorgungsbereich der SAPV im Hinblick auf seine Strukturen und Leistungszahlen auch im Jahr 2012 kontinuierlich weiterentwickelt hat. Wenn SAPV-Leistungen endgültig abgelehnt wurden, geschah dies insbesondere aufgrund von Uneinigkeit über Indikationen und Versorgungsumfang sowie aus formalen Gründen.

Die Einschätzung zu den Auswirkungen der SAPV auf andere Leistungsbereiche fällt mit den vorliegenden Informationen weiterhin schwer, belastbare Aussagen können daher hierzu nicht getroffen werden.

Hinsichtlich der Frage, ob die besonderen Belange von Kindern und Jugendlichen in der Richtlinie ausreichend berücksichtigt sind, wurde seitens der Befragten mehrfach auf Konkretisierungsbedarf hingewiesen. Konkrete Änderungsvorschläge konnten daraus allerdings nicht abgeleitet werden.

Wie in den Vorjahren, hat sich der G-BA im Nachgang zur Berichterstattung mit den ein-gegangenen Hinweisen und Anregungen auseinandergesetzt. Ein Änderungsbedarf der SAPV-Richtlinie ergibt sich daraus nicht.