Der G-BA hat am 18.04.2013 eine Aussetzung der Beschlussfassung zur Positronenemissionstromographie (PET); PET/Computertomographie (CT) bei malignen Lymphomen bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen bis zum 31.12.2018 beschlossen. Hierüber hatten wir Sie bereits mit Rundschreiben Nr. 155/2013 vom 02.05.2013 informiert.

Die Methode PET; PET/CT bei malignen Lymphomen ist demnach bei Kindern und Jugendlichen zu Lasten der Krankenkassen erbringbar, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Es werden gegenwärtig Studien mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt, in deren Rahmen u. a. die Anwendung der PET; PET/CT bei malignen Lymphomerkrankungen untersucht wird.

2. Die Rekrutierung der Studien ist abgeschlossen, sodass keine weiteren Patienten in die Studien aufgenommen werden können.

3. Weitere Studien sind geplant, wurden aber noch nicht begonnen oder eine Rekrutierung von Patienten ist noch nicht möglich, wird jedoch in absehbarer Zeit beginnen.

4. Die Behandlung erfolgt in Studienzentren der noch laufenden Studien.

5. Die Behandlung einschließlich der Anwendung der PET; PET/CT erfolgt entsprechend der laufenden Studien oder entsprechend einer auf der Grundlage von Interimergebnissen dieser laufenden Studien von Studienverantwortlichen begründeten Empfehlung zum Vorgehen.

Dieser Beschluss wurde gegen die Stimmen der DKG getroffen. Die DKG lehnt eine Öffnung für Kinder und Jugendliche selbstverständlich nicht ab, sieht aber keine Grundlage für eine altersabhängige Ungleichbehandlung. Daher hatte die DKG mit einem eigenen Beschlussvorschlag dafür votiert, die PET; PET/CT bei malignen Lymphomen sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene zu ermöglichen.

Der Beschluss wurde dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung gemäß § 94 SGB V vorgelegt und tritt nun nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 08.11.2013 in Kraft.

Allerdings ist die Nichtbeanstandung mit einer Auflage des BMG verbunden, wonach dem G-BA aufgegeben wird, zu entscheiden, ob eine weitergehende Änderung der Richtlinie Methoden Krankenhausbehandlung nach §137 c SGB V hinsichtlich des Ausschlusses der PET; PET/CT bei malignen Lymphomen auf Grundlage des im aktuellen Beratungsverfahren gewonnenen Erkenntnisstandes insbesondere auch für die Behandlung von Erwachsenen angezeigt ist.

Die Beschlussdokumente sind einschließlich des Schreibens des BMG auf folgender Internetseite des G-BA abrufbar: http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1696/