Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 18. Oktober 2013 mit Festsetzung vom 26. September 2013 ein neues Beratungsthema zur Überprüfung bekanntgegeben.

Gemäß § 137c des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) wird das Thema „Bewertung des Einsatzes von antikörperbeschichteten, medikamentenfreisetzenden Stents (AK-DES) zur Behandlung von Koronargefäßstenosen“ beraten.

Der G-BA überprüft Untersuchungs- und Behandlungsmethoden daraufhin, ob sie für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten erforderlich sind; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Das entsprechende Bewertungsverfahren dient der Feststellung des allgemein anerkannten Standes der medizinischen Erkenntnisse zu Nutzen, Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der zu bewertenden Methode. Auf der Grundlage der entsprechenden Bewertungsergebnisse entscheidet der G-BA darüber, ob die betreffende Untersuchungs- bzw. Behandlungsmethode zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin erbracht werden darf.

Mit der Bekanntmachung vom G-BA soll insbesondere Sachverständigen der medizini-schen Wissenschaft und Praxis, Dachverbänden von Ärztegesellschaften, Spitzenverbänden der Selbsthilfegruppen und Patientenvertretungen sowie Spitzenorganisationen von Herstellern von Medizinprodukten und -geräten und den gegebenenfalls betroffenen Herstellern von Medizinprodukten Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.

Die Stellungnahmen zum oben genannten Beratungsthema sind anhand eines Fragenkatalogs innerhalb einer Frist von 6 Wochen nach der Bekanntmachung des G-BA vom

18. Oktober 2013 möglichst in elektronischer Form an folgende E-Mail-Adresse zu senden: koronar.stent@g-ba.de

Den jeweiligen Fragenkatalog sowie weitere Erläuterungen finden Sie auf der Internetseite des G-BA unter: http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1783/

Mit der Recherche, Darstellung und Bewertung des aktuellen medizinischen Wissensstandes zu antikörperbeschichteten, medikamentenfreisetzenden Stents zur Behandlung von Koronargefäßstenosen (AK-DES) wurde im Plenum am 17.10.2013 das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) beauftragt.

Momentan finden in der Arbeitsgruppe Koronare Stents bereits Beratungen zum Thema „Ausschließlich antikörperbeschichtete Stents zur Behandlung von Koronargefäßstenosen“ statt. Für diesen Stent gab es im März 2013 einen Ausschluss für eine bestimmte Patientengruppe (Patientinnen und Patienten mit hohem Restenoserisiko, bei denen der alternativ einsetzbare medikamentenbeschichtete Stent nicht kontraindiziert ist).