Der GKV-Spitzenverband hat mit Schreiben vom 30. November 2011 die Bewertung des Einsatzes von antikörperbeschichteten Stents zur Behandlung von Koronargefäßstenosen gemäß § 137c SGB V beantragt. Gegenstand der aufgenommenen Beratungen ist der bisher einzig zur Verfügung stehende, ausschließlich mit CD34-Antikörpern beschichtete Stent der Firma Genous.

Der G-BA hat in seiner Sitzung am 21.03.2013 einstimmig beschlossen, dass die Methode Einsatz von ausschließlich antikörperbeschichteten Stents zur Behandlung von Koronargefäßstenosen bei Patientinnen und Patienten mit hohem Restenoserisiko, bei denen der alternativ einsetzbare medikamentenbeschichtete Stent nicht kontraindiziert ist, von der Erbringung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen wird. Hierüber hatten wir mit Rundschreiben vom 25.03.2013 (Nr. RS109/13) ausführlich informiert.

Die Beschlussdokumente sind einschließlich der zusammenfassenden Dokumentation auf der Internetseite des G-BA abrufbar:

http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1681/

Der Beschluss wurde dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung gemäß § 94 SGB V vorgelegt und mit Schreiben vom 22.05.2013 nicht beanstandet. Er tritt nach Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.

Wir weisen nochmals darauf hin, dass die Beratungen zu der Patientensubgruppe mit hohem Restenoserisiko, bei denen der medikamentenbeschichtete Stent aufgrund von Kontraindikationen (z. B. erhöhte Blutungsgefahr, geplante unaufschiebbare Operation in den nächsten Monaten) aber nicht in Frage kommt, noch andauern und diese Subgruppe nicht Gegenstand des oben genannten Ausschlusses ist. Darüber hinaus betrifft der o. g. Beschluss auch nicht Patienten mit niedrigem Restenoserisiko. Die Beratungen zu dieser Patientensubgruppe wurden noch nicht aufgenommen.