In seiner Sitzung am 21. März 2013 hat der G-BA gegen die Stimmen der DKG und das Votum der Patientenvertreter beschlossen, seinen Beschluss vom 20. Oktober 2011 über Maßnahmen zur Qualitätssicherung (im Zusammenhang mit der Aussetzung des Bewertungsverfahrens nach § 137 c SGB V) zur Enukleation der Prostata mittels Thuliumlaser zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms (BPS) im Hinblick auf die Qualifikation des ärztlichen Personals zu ergänzen (Anlage). Demnach hat die Urologin/der Urologe zu belegen, das Verfahren in mindestens 50 Fällen selbständig erfolgreich angewendet zu haben. Alternativ wird als hinreichende Qualifikation auch anerkannt, wenn die Urologin/ der Urologe nachweist, dass von den geforderten 50 Eingriffen 30 in Form der Holmium-Laser-Enukleation selbständig erfolgreich erbracht wurden.

Aus Sicht der DKG fehlt es an ausreichenden Belegen, welche die Festlegung dieses Mindesterfahrungswertes rechtfertigen. So sprachen sich die angehörten Experten gegen diesen Wert aus und die gesichtete Literatur liefert hierfür ebenfalls keine belastbaren Aussagen. Auch die Bundesärztekammer hatte im Rahmen des gesetzlichen Stellungnahmeverfahrens die Ausweisung spezifischer Richtzahlen für dieses Verfahren kritisiert und unter Verweis auf die im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt für Urologie erworbenen Erfahrungen mit urologischen Eingriffen als entbehrlich angesehen.

Die geforderten Fallzahlen werden insbesondere für Leistungserbringer, welche die Methode neu erbringen wollen, eine nur schwer überwindbare Hürde darstellen.

Die Beschlussdokumente (einschließlich der zusammenfassenden Dokumentation) sind auf der Internetseite des G-BA unter

http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1684

abrufbar.

Sowohl der Beschluss vom 20. Oktober 2011 (Anlage) als auch der aktuell getroffene Beschluss bedürfen noch der Prüfung nach § 94 SGB V durch das Bundesministerium für Gesundheit und würden im Falle der Nichtbeanstandung nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten.