Der G-BA hat seinen Bericht über die Umsetzung der SAPV-Richtlinie für das Jahr 2011 fertiggestellt und an das BMG übermittelt. Zudem ist eine Veröffentlichung des Berichtes auf der Homepage des G-BA unter

http://www.g-ba.de/downloads/17-98-3408/Bericht-Evaluation-SAPV-2011.pdf

erfolgt. Die Berichterstattung hat seinen Ursprung in einer Anforderung seitens des BMG im Rahmen seiner Nicht-Beanstandung der SAPV-Richtlinie im Jahre 2008. Demnach war der G-BA aufgefordert worden, dem BMG jährlich über die Leistungsentwicklung im Bereich der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung zu berichten und dabei insbesondere die Fragen zu beantworten, ob durch die Richtlinie den besonderen Belangen von Kindern genügt werde und ob sich Rückwirkungen auf andere Leistungsbereiche (z.B. häusliche Krankenpflege) ergeben.

Mit dem vorliegenden Bericht erfolgt zum dritten Mal eine Berichterstattung an das BMG. Wie in den Vorjahren wurden für die Erstellung dieses Berichtes u.a. Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen und die Mitgliedsorganisationen der DKG befragt. Neu ist, dass erstmalig auch die Leistungserbringer befragt wurden. Dem Bericht kann unter anderem entnommen werden, dass sich dieser Versorgungsbereich im Hinblick auf seine Strukturen und Leistungszahlen auch in 2011 kontinuierlich weiterentwickelt hat. Die Einschätzungen zu den Auswirkungen der SAPV auf andere Leistungsbereiche fällt weiterhin schwer, belastbare Aussagen können nicht getroffen werden. Hinsichtlich der Frage, ob die besonderen Belange von Kindern und Jugendlichen in der Richtlinie ausreichend berücksichtigt sind, wurde seitens der Befragten mehrfach auf Konkretisierungsbedarf hingewiesen. Konkrete Änderungsvorschläge konnten daraus allerdings nicht abgeleitet werden. Wie in den Vorjahren, wird sich der G-BA im Nachgang zur Berichterstattung mit den eingegangenen Hinweisen und Anregungen, und hier im besonderen Maße mit denen im Bezug auf die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, auseinandersetzen.