Nach der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung steigt die Anzahl der 70- bis 80-jährigen bis 2030 um 20,9 %, die Zahl der 80- bis 90-jährigen um 34,8 % (siehe Anlage 1, Seite 6). Diese Entwicklung führt auch zu einem deutlich höheren Anteil älterer Krankenhauspatienten und dadurch zu insgesamt steigenden Fallzahlen. Die veränderte Altersstruktur wird sich auf die einzelnen Fachabteilungen unterschiedlich auswirken. So werden Herz-/Kreislauferkrankungen (+26,2 %) und Neubildungen (+16,69 %) stark zunehmen, während mit der Geburt verbundene stationäre Behandlungen aufgrund der erwarteten geringen Geburtenrate deutlich (-20,1 %) zurückgehen (siehe Anlage 1, Seite 14).

Das beschriebene Szenario basiert auf der Überlegung, dass künftig genauso viele Diag¬nosefälle auf 1.000 Einwohner einer bestimmten Altersgruppe und eines bestimmten Geschlechts kommen wie heute. Geht man jedoch von dem Szenario „sinkende Behandlungsquoten“ aus, ist mit einem Anstieg der Fallzahlen auf 18,3 Millionen zu rechnen (siehe Anlage 1, Seite 16).

Weitere Ergebnisse können der Veröffentlichung „Demografischer Wandel in Deutschland, Auswirkungen auf Krankenhausbehandlungen und Pflegebedürftige im Bund und in den Ländern“ (Anlage 1), die wir mit dem Begleitmaterial zur Pressekonferenz des Statistischen Bundesamtes beifügen (Anlage 2), entnommen werden. Die Publikationen sind auch auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes (destatis.de) verfügbar.