Die Krankenkassen haben demnach im 1. Halbjahr 2017 einen Überschuss von rund 1,4 Mrd. € erzielt. Die Finanzreserven stiegen somit auf 17,5 Mrd. €. Die Finanzreserven des Gesundheitsfonds sind aufgrund des saisonbedingten Ausgabenüberhangs um 3 Mrd. € zurückgegangen. Dies liegt daran, dass die Einnahmen des Gesundheitsfonds unterjährigen Schwankungen unterliegen. Die Einnahmen aus der Verbeitragung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie die Zusatzeinnahmen aus der Rentenanpassung kommen erst im 2. Halbjahr zum Tragen.

Die Gesamtausgaben der GKV sind im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 2,4 % je Versicherten (absolut 3,6 %) gestiegen. Die gesamten Leistungsausgaben sind um 2,5 % je Versicherten (absolut 3,7 %) gestiegen. Der deutlich geringere Anstieg je Versicherter sei insbesondere durch einen Anstieg der Versichertenzahlen und der geringen Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen durch die Neuzugänge im Vergleich zu den Bestandsversicherten zu erklären.

Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im gleichen Zeitraum 1,3 % je Versicherten (absolut 2,5 %) und liegt somit unter dem Anstieg der gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Absolut sind die GKV-Krankenhausausgaben im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres um 0,94 Mrd. € angestiegen.

Die Ausgabenentwicklung von 3,6 % blieb damit deutlich unter den Prognosen des Schätzerkreises, der im Oktober vergangenen Jahres einen absoluten Ausgabenzuwachs von 4,9 % prognostizierte. Mitte Oktober 2017 wird der gemeinsame Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt die Finanzprognose für 2017 aktualisieren und erstmals eine Prognose der Einnahmen- und Ausgabenentwicklung für 2018 vornehmen. Über die Ergebnisse werden wir Sie umgehend informieren.

Die DKG hat mit beigefügter Pressemitteilung auf die Veröffentlichung reagiert

(Anlage 2).