Die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen sind demnach um 1,38 Mrd. € gestiegen und belaufen sich zum Jahresende auf 15,9 Mrd. €. Der Gesundheitsfonds verzeichnet ein Ausgabenüberhang von rund 865 Mio. €. Aktuell verfügt der Gesundheitsfonds damit über Liquiditätsreserven von rund 9,1 Mrd. €. Die Finanzreserven von Gesundheitsfonds und Krankenkassen sind demnach zum Ende des Jahres 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mrd. € auf zusammen 25 Mrd. € gestiegen. Das BMG weist angesichts dieser Zahlen darauf hin, dass sich die Panikmache, mit der die Versicherten verunsichert wurden, als falsch erwiesen hätte.

Die gesamten Ausgaben sind 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % je Versicherten gestiegen. Der Ausgabenzuwachs liegt damit deutlich unterhalb des vom Schätzerkreis im Oktober 2015 prognostizierten Gesamtanstiegs von 4,3 % und auch geringfügig unterhalb der im Oktober 2016 aktualisierten Prognose von 3,4 %.

Die gesamten Leistungsausgaben sind 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % je Versicherten gestiegen. Die Verwaltungskosten um 4,5 %. Der Ausgabenzuwachs für die Krankenhausbehandlung betrug im Vergleich zum Vorjahr 2,8 % je Versicherten. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für die Krankenhausbehandlung sind in diesem Zeitraum somit absolut um 2,66 Mrd. € gestiegen und betrugen, mit Berücksichtigung der Zuzahlungen der Versicherten, in 2016 insgesamt 73,7 Mrd. €. Das BMG weist darauf hin, dass einige Maßnahmen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes und des Krankenhausstrukturgesetzes erst mit Verzögerung umgesetzt worden sind und daher noch nicht vollständig finanzwirksam sind.

Die Zahlen belegen erneut den langfristigen Trend, dass die Krankenhausausgaben geringer steigen, als die gesamten GKV-Leistungsausgaben.

Die DKG hat mit beigefügter Pressemitteilung auf die Veröffentlichung der GKV-Finanzergebnisse 2016 reagiert (Anlage 2).