Der Entwurf für die 14. Fortschreibung (Anlage) enthält ausschließlich technische Festlegungen für die Neuregelung ambulanter Abrechnungen an Hochschulambulanzen nach § 117 SGB V. Die Anpassungen werden notwendig aufgrund der am 9.12.2016 durch die Bundesschiedsstelle gemäß § 18a KHG festgesetzten „Hochschulambulanz-Struktur-Verein¬barung“ (HSA-SV).

Der Entwurf enthält folgende wesentliche Regelungen:

1.    Angabe der Ermächtigungsgrundlage im Vertragskennzeichen (Fortschreibung 2, 3, 7, 8 und 9)

Künftig ist im Behandlungsfall eine Zuordnung zu einer der drei Ermächtigungsgrundlagen vorzunehmen:

a)    Ermächtigung nach § 117 Abs. 1 Satz 1 Nummer 2 SGB V (Erfüllung der formellen und materiellen Kriterien der Vereinbarung nach § 117 Abs. 1 Satz 3 SGB V über die Art, Schwere und Komplexität der Erkrankung)

b)    Ermächtigung nach § 117 Abs. 1 Satz 1 Nummer 2 SGB V (Leistungserbringung aufgrund abweichender Verträge nach § 117 Abs. 1 Sätze 8 und 9 SGB V – regio-nale Besonderheiten)

c)    Ermächtigung nach § 117 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 SGB V (Forschung und Leh-re)

Die Angabe erfolgt im Vertragskennzeichen mittels normierter Festlegung (`XXASK`, `XXRBE` oder `XXFUL`) und ist künftig für jeden in der Hochschulambulanz abgerechneten Fall anzugeben. Ausnahme bildet die Abrechnung psychotherapeutischer Ausbildungsinstitute nach § 117 Abs. 3 SGB V (Verarbeitungskennzeichen `07` bzw. `47`), die von dieser Regelung ausgenommen sind.

2.    Angabe der Ambulanzdiagnose, mitbehandelter Diagnosen, Betriebsstätten und Fachabteilungen (Fortschreibung 2, 7, 8 und 10)

Die HSA-SV sieht neben der Angabe einer sogenannten Ambulanzdiagnose gemäß § 3 Abs. 2 Satz 8 der Vereinbarung die Übermittlung der Angaben zu mitbehandelten Diagnosen, Betriebsstätten und Fachabteilungen vor. Die Fortschreibung enthält hierzu die Maßgabe, dass je Behandlungsfall die Ambulanzdiagnose und ggf. mitbehandelte Diagnosen jeweils mit Betriebsstättennummer, Fachabteilung (Schlüssel 6) sowie dem Tag des Zugangs bzw. Erstkontakts in der jeweiligen HSA zu übermitteln sind. Hierzu wird das Segment „Behandlungsdiagnose“ (BDG) um entsprechende Datenfelder und Festlegungen ergänzt und die Wiederholbarkeit auf 99x je Abrechnungsfall erhöht.

Darüber hinaus enthält der Entwurf entsprechende Fehlerkodes (Fortschreibung 5), eine Anpassung zur Verwendung der Segmente (Fortschreibung 4) und eine Aktualisierung des Beispieldatensatzes (Fortschreibung 1) sowie der Versionsnummer des Nachrichtentyps (Fortschreibung 6).

Die Umsetzung der Fortschreibung ist für den 1.1.2018 geplant, dieser Termin steht aufgrund der notwendigen Vorlauffristen für Anpassungen der Systeme jedoch noch unter Vorbehalt.

Wir bitten um Rückmeldungen zum Entwurf bis zum 19.5.2017.