Die DKG stellt die mit dem GKV-Spitzenverband abgestimmte 12. Fortschreibung der Vereinbarung nach § 301 Abs. 3 SGB V zur Verfügung, die der Anpassung an die neuen Datenstrukturen der Krankenversichertenkarte (eGK) und an die nun ins Unterschriftsverfahren gegebene ASV-Abrechnungsvereinbarung, zu der wir im Laufe des heutigen Tages gesondert informieren werden, dient.

Wesentliche Änderung gegenüber dem am 21.2.2014 übersandten Entwurf ist die Verschiebung des Gültigkeitsbeginns auf den 1.1.2015. Aufgrund der bis zuletzt schwierigen Verhandlungen und den damit verbundenen Verzögerungen war den Kassensystemen eine Umsetzung zum 1.10.2014 nicht mehr möglich. Die ursprünglich nur für das 2. und 3. Quartal vorgesehene Übermittlung von ASV-Abrechnungen (§ 116b neu) in der Nachrichtenversion 11 wird im Gegenzug nun auch für das 4. Quartal 2014 umgesetzt.

Darüber hinaus wurden folgende Änderungen gegenüber dem Entwurf aufgenommen:

•    Ergänzung des NAD-Segmentes im Beispiel-Aufnahmesatz (Fortschreibung 1),

•    Aufnahme des Geburtsdatums des Versicherten als MUSS-Feld in NAD (Fortschreibungen 4, 5, 16, 32),

•    Streichung von Teammitgliedsidentifikation, Teamebene, Gennummer und -anzahl im Zahlungssatz Ambulante Operation (ZAAO – Fortschreibung 5),

•    Ergänzung/Korrektur von Fehlercodes (Fortschreibung 16),

•    neue Fortschreibung zur Anpassung der Festlegungen zum Zeichenvorrat infolge der Änderungen zur eGK (neue Fortschreibung 17),

•    Ergänzung einer Fortschreibung zur Aktualisierung der Versionsnummer in UNH (neue Fortschreibung 18),

•    Klarstellung zu Nachtragsrechnungen bei Eintagesfällen (Fortschreibung 22),

•    Konkretisierung zur Dokumentation schwerer Verlaufsformen nach § 116b SGB V gemäß Schlüssel 28 (Fortschreibung 23),

•    redaktionelle Klarstellungen und Korrekturen.

Die Anpassung an die geänderten Versicherteninformationen der elektronischen

Gesundheitskarte (Namensangaben und geänderter „Versichertenstatus“) ist in den Fortschreibungen 9, 17, 31 und 32 enthalten.

Die Anpassung an die ASV-Abrechnungsvereinbarung (ASV-AV) ist im Wesentlichen in den Fortschreibungen 7, 8, 10 bis 15, 23, 26 bis 28, 30, 31 und 33 bis 35 enthalten. Fortschreibung 4 weist den geänderten „Rechnungssatz Ambulante Operation (AMBO)“ in der ab dem 1. Januar 2015 gültigen Fassung aus.

Die Abrechnung von ambulanten spezialfachärztlichen Leistungen nach der ASV-Abrechnungsvereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband, der DKG und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat Änderungen in der Nachricht AMBO bei den Segmenten REC (Rechnung), RZA (Rechnungszusatz Ambulante OP), BDG (Behandlungsdiagnose, ENA (Entgelt Ambulante OP) und EZV (Einzelvergütung) sowie in der Schlüsselsystematik der Anlage 2 zur Folge. Die für die Abrechnung erforderliche „Teamnummer“ zur Identifikation des interdisziplinären ASV-Teams ist mit dem Segment INV im Feld „Vertragskennzeichen“ zu übermitteln. Soweit die Teamnummer noch nicht über die „ASV-Servicestelle“ vergeben werden kann, ist beabsichtigt, dass der GKV-Spitzenverband in Abstimmung mit der DKG eine Teamnummer gegen Nachweis der ASV-Berechtigung bereitstellt. Hierzu werden wir gesondert informieren.

Krankenhäuser, die nach der neuen Rechtslage eine ASV-Berechtigung erhalten, können ASV-Behandlungen, die vor dem 1. Januar 2015 stattfinden, mit der aktuell gültigen Version 11 der Nachricht AMBO abrechnen, wobei sie zusätzlich die Teamnummer im Datenfeld „Vertragskennzeichen“, das neue Verarbeitungskennzeichen „13“ (bzw. „43“) und den neuen Leistungsbereichsschlüssel (siehe Fortschreibung 10) in der Abrechnung für das 2. - 4. Quartal 2014 anzugeben haben. Die Krankenkassen werden diese ASV-Abrechnungen mit einer insoweit modifizierten „alten“ AMBO-Nachricht allerdings erst ab dem 1. Oktober 2014 annehmen können. Die Annahme der AMBO-Nachricht in der Version 12 dieser Fortschreibung für ASV-Fälle wird dann für Leistungen ab dem 1.1.2015 im 2. Quartal 2015 erfolgen. Für alle übrigen Nachrichten treten die Fortschreibungen, z. B. zu den Versichertendaten, unmittelbar zum 1.1.2015 (für stationäre Aufnahmen und ambulante Fälle ab dem 1.1.2015) in Kraft.