Das gemeinsame Engagement soll dazu beitragen,

• dass Krankenhäuser sich der Gruppe älterer Patienten und Patienten mit einer Demenz verstärkt annehmen und deren besondere Bedürfnisse und Anforderungen berücksichtigen.

• dass Krankenhäuser als ein wichtiges Glied in der Versorgungskette Verantwortung für diese Patientengruppe übernehmen und ihr Möglichstes tun, um die Lebensqualität und die Selbständigkeit der Patienten zu erhalten.

• dass diejenigen Krankenhäuser, die verstärkt Initiative in der Versorgung von Patienten mit einer Demenz ergriffen haben und neue Wege gehen, auch im Sinne ihrer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt werden

• dass es anderen Kliniken ermöglicht wird, von diesen positiven Beispielen zu lernen.

Vom Netzwerk werden im Kontext der Etablierung demenzsensibler Versorgungsstrukturen in den Krankenhäusern als zentrale Eckpunkte das Aufnahmemanagement, die Qualifikation und Kooperation aller Berufsgruppen, die an der Versorgung dieser Patientengruppe beteiligt sind, sowie die Einbindung der Angehörigen in der Versorgung in den Fokus gerückt.

Als weitere wesentliche Grundsätze bei der Versorgung von Patienten mit Demenz werden folgende Kriterien in der Arbeit des Netzwerks ebenfalls berücksichtigt:

• Angepasstes Umfeld im Krankenhaus im Hinblick auf die Erkrankung

• Wahrnehmung, Aktivierung und Mobilisierung der Fähigkeiten und Ressourcen der Patientengruppe

• Kontinuität der Versorgung innerhalb des Krankenhauses und bei der Entlassung

• Expertise im Krankenhaus für die Begleitung und Pflege von Menschen mit einer Demenz

Workshop-Programm 2017 – 2019

In einer neuen Förderphase wird im Rahmen des Projekts „Blickwechsel Demenz“ ein zweites Workshop-Programm für den Zeitraum 2017 - 2019 zur „Förderung der Umsetzung demenzsensibler Versorgungsprojekte“ angeboten. Mit dem Programm soll eine weitere Verbesserung der Versorgung demenzkranker älterer Menschen durch die Förderung der Umsetzung von demenzsensiblen Versorgungskonzepten in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern erreicht werden. Das Projekt wird durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) gefördert und vom “Der Paritätische NRW“ in enger Kooperation mit der Krankenhausgesellschaft NRW und den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-

Über 70 Krankenhäuser in NRW haben von 2013 bis 2016 an dem ersten Workshop-Programm im Rahmen des Projekts teilgenommen. Deutlich wurde, dass Krankenhäuser durch ihre Projekt-Teilnahme nicht nur den Behandlungserfolg und die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten mit Demenz, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigern konnten.

In der neuen Förderphase setzt “Der Paritätische NRW“ nunmehr die Projektreihe “Blickwechsel Demenz.NRW“ fort und bietet - aufbauend auf den Erfahrungen der Vorprojekte - Unterstützungsangebote an. Die zentrale Umsetzungsmaßnahme besteht in sechs kostenfreien fachgerechten Workshops, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern in NRW darin unterstützt werden, demenzsensible Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Diese Konzepte orientieren sich an den Gegebenheiten des Krankenhauses und berücksichtigen bereits bestehende Konzepte.

Die Projektkonzeption sieht eine verbindliche Beteiligung der Geschäftsleitungen vor. Für jedes Krankenhaus nehmen zwei Personen an dem über zwei Jahre laufenden Workshop-Programm mit sechs Terminen teil.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage http://www.blickwechseldemenz.de/content/.