Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 26.01.2012 darüber informiert, dass auch Brustimplantate mit Namen TiBREEZE, die von September 2003 bis August 2004 von der früheren GfE Medizintechnik GmbH vertrieben wurden, von PIP mit Silikongel befüllt worden sind. Die Empfehlung des BfArM, betroffene Brustimplantate als Vorsichtsmaßnahme entfernen zu lassen, gilt auch für diese Produkte. Sie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/riskinfo/empfehlungen/Silikon_Brustimplantate_PIP.html)

Die Nachfolgefirma der GfE Medizintechnik GmbH, die pfm medical titanium GmbH, hat eine Kundeninformation veröffentlicht, in der sie darauf hinweisen, dass es derzeit keine sicheren Erkenntnisse darüber gibt, ob die seinerzeit von PIP an GfE gelieferten Implantate ebenfalls mit dem nicht für diese Anwendung zugelassenen Silikongel befüllt waren. Der Vorsicht halber empfehlen sie jedoch aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes, „den Empfehlungen des BfArM im medizinisch gebotenen Rahmen Rechnung zu tragen“. Die vollständige Kundeninformation kann ebenfalls von der Homepage des BfArM heruntergeladen werden: http://www.bfarm.de/SharedDocs/1_Downloads/DE/Medizinprodukte/riskinfo/kundeninfo/11/2012/0322-12_Download_de.pdf?__blob=publicationFile.

Weiterhin hat das BfArM einen Hinweis aktualisiert, wonach sich betroffene Patientinnen bei Fragen zur Kostenübernahme o.ä. an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit wenden können: 01805 / 996602 (kostenpflichtig).

In diesem Kontext weisen wir nochmals darauf hin, dass Informationen über Risiken durch Medizinprodukte und Empfehlungen zur Beseitigung, Verringerung oder Verhinderung des Wiederauftretens der Risiken auf der Homepage des BfArM unter www.bfarm.de ( Medizinprodukte  Informationen über Risiken) abrufbar sind. Es sind Informationen zu Maßnahmen von Herstellern (z.B. Rückrufe, korrektive Maßnahmen), Empfehlungen des BfArM sowie wissenschaftliche Aufarbeitungen der vom BfArM durchgeführten Risikobewertungen eingestellt.

Wir empfehlen den Krankenhäusern, sich in regelmäßigen Abständen selbständig über die Warnhinweise, Risiko-Informationen und Empfehlungen zu Medizinprodukten auf der Homepage des BfArM zu informieren.