Der Bundesfreiwilligendienst beinhaltet folgende Eckpunkte:

Zielgruppe:
Der Bundesfreiwilligendienst steht Männern und Frauen grundsätzlich jeden Alters offen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben.

Dauer:
Der Bundesfreiwilligendienst soll in der Regel 12, mindestens jedoch 6 und höchstens 24 Monate dauern. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist der Freiwilligendienst vergleichbar einer Vollzeitbeschäftigung abzuleisten. Erwachsene ab 27 Jahren sollen sich für mindestens 20 Wochenstunden verpflichten.

Anerkennung von Beschäftigungsstellen und -plätzen:
Die nach dem Zivildienstgesetz anerkannten Beschäftigungsstellen und –plätze gelten automatisch als anerkannte Einsatzstellen und –plätze des Bundesfreiwilligendienstes. Zuständig für die Anerkennung wird das umzubenennende Bundesamt für Zivildienst sein. Auf Antrag werden Einsatzstellen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) ebenfalls anerkannt.

Rechtsverhältnis und Arbeitsbedingungen des Freiwilligendienstes:
Nach einem entsprechenden gemeinsamen Vorschlag von Freiwilligem und Einsatzstelle kommt ein Rechtsverhältnis mit dem Bund zustande. Die Freiwilligen sind während ihres Freiwilligendienstes sozialversichert. Die Einsatzstellen sorgen für Unterkunft und Verpflegung. Sie zahlen für den Bund die den Freiwilligen zustehenden Taschengelder, Geldersatzleistungen und die Sozialversicherungsbeiträge. Das Taschengeld und die übrigen Leistungen werden zwischen dem Freiwilligen und der Einsatzstelle vereinbart. Das Taschengeld soll monatlich maximal sechs Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung betragen. Dies sind momentan 330 Euro im Westen und 288 Euro im Osten. Wegfallender Kindergeldanspruch der Eltern kann durch ein erhöhtes Taschengeld ausgeglichen werden.

Anzahl der Einsatzplätze:
Das BMFSFJ plant mit 35.000 Plätzen im Bundesfreiwilligendienst und nochmals 35.000 Plätzen im FSJ/FÖJ.

Pädagogische Begleitung
Bei einer Dauer von 12 Monaten sind mindestens 25 Tage pädagogische Begleitung in Form von Seminaren vorgesehen. Für jeden Monat, den der Dienst verlängert bzw. verkürzt wird, ist ein Tag pädagogische Begleitung mehr bzw. weniger zu gewähren.

Die DKG hat am 30. November 2010 eine vorläufige Stellungnahme (Anlage) in Rahmen der Beteiligung am Gesetzentwurf eingereicht. Über den Verlauf des weiteren gesetzgeberischen Verfahrens werden wir Sie zeitnah informieren.