Im Bereich des Zivildienstes wird ab 01.04.2008 die Einberufungspraxis der Bundeswehr übernommen. Die Bundeswehr beruft Wehrpflichtige grundsätzlich zum 1. eines Monats ein (Diensteintrittstag). Fällt der Monatserste jedoch auf einen Freitag, Samstag, Sonntag oder Feiertag, so ist der Dienst am folgenden Arbeitstag aufzunehmen (Dienstantrittstag). Dies hat zur Folge, dass auch bei Zivildienstleistenden zukünftig am 1. eines jeden Monats das Dienstverhältnis begründet wird. Aufgrund der Neuregelung können Diensteintritts- und Dienstantrittstag auseinander fallen.

Ab 01.04.2008 haben Zivildienstleistende bei einer Einberufung zum Monatsersten Anspruch auf Geld- und Sachbezüge ab diesem Zeitpunkt, selbst wenn der eigentliche Dienstantritt erst später erfolgt. Das Bundesamt für Zivildienst muss ab dem Monatsersten Heilfürsorge gewähren und die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung leisten. Den Zivildienststellen steht ab dem Monatsersten die Kostenerstattungspauschale zu.

Zur Anwendung kommt die neue Einberufungspraxis mit auseinander fallenden Diensteintritts- und Dienstantrittstagen erstmals im Mai 2008. Zivildienstpflichtige, die bereits zum 05.05.2008 einberufen worden sind, erhalten einen Änderungsbescheid zum Monatsersten.