Zu den sog. kritischen Infrastrukturen zählen Einrichtungen und Organisationen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden - auch Krankenhäuser zählen hierzu. Der Schutz und die Sicherheit dieser Infrastrukturen liegt im elementaren Interesse der Unternehmen sowie der gesamten Bevölkerung.

Das vorliegende Basisschutzkonzept fokussiert dabei auf bauliche, organisatorische, personenbezogene und technische Schutzmaßnahmen. Ziel ist eine Reduzierung der Verwundbarkeit der kritischen Infrastrukturen gegenüber natürlichen Ereignissen und Unfällen sowie auch gegenüber terroristischen Anschlägen und kriminellen Handlungen.

Einen wichtigen Beitrag zum Schutz kritischer Infrastrukturen stellen insbesondere Maßnahmen gegen Eingriffe Unbefugter dar. In diesem Zusammenhang möchten wir daran erinnern, dass auch für den Bereich des Gefahrguttransports mit dem ADR 2005 neue Vorschriften für die Sicherung eingeführt wurden, die auch von den Krankenhäusern beachtet werden müssen, sofern sie Umgang mit gefährlichen Gütern mit hohem Gefahrenpotential (ansteckungsgefährliche Stoffe der Klasse 6.2, Kategorie A) haben.

Neben generalisierenden Basisschutzempfehlungen enthält das vorliegende Konzept in Anhang 1 einen Fragenkatalog sowie eine Checkliste für Schutzmaßnahmen für die Bereiche Objektschutz, Personal, Organisation, Risikomanagement, Notfallplanung und Ausfallplanung. Insbesondere die Checkliste erscheint aus unserer Sicht hilfreich, um mögliche Sicherungslücken festzustellen.

Die Broschüre kann auch von der Homepage des Bundesinnenministeriums unter www.bmi.bund.de (Publikationen) heruntergeladen werden.