Wichtigste Änderung für den Krankenhausbereich ist die Neufassung des § 14 Abs. 4 ApoG: Nunmehr dürfen Arzneimittel von der Krankenhausapotheke auch an ermächtigte Ambulanzen des Krankenhauses, insbesondere an Polikliniken (§ 117 SGB V), an psychiatrische Institututsambulanzen (§ 118 SGB V), an Sozialpädiatrische Zentren (§ 119 SGB V), und an ermächtigte Krankenhausärzte (§ 116 SGB V) zur unmittelbaren Anwendung abgegeben werden.

Mit dem Gesetz wird einer langjährigen Forderung der Krankenhäuser in zentralen Punkten Rechnung getragen. Die Krankenhausapotheke wird nun auch rechtlich in die Lage versetzt, nicht nur die stationären und ambulant operierten Patienten zu versorgen, sondern für alle ambulant am Krankenhaus behandelte Patienten eine Arzneimittelversorgung aus einer Hand zu ermöglichen.

Das Gesetzgebungsverfahren geht auf das Jahr 1997 zurück und war bis zuletzt kontroversen Diskussionen ausgesetzt. Die DKG hat von Beginn an den Gesetzgebungsprozess aktiv begleitet und sich für eine sinnhafte Öffnung der Krankenhausapotheken erfolgreich eingesetzt.

Das Gesetz zur Änderung des Apothekengesetzes tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Hierüber wird die DKG gesondert informieren.