-       Vorzeitige Geburten werden den medizinischen Frühgeburten gleichgestellt.

Durch die Gesetzesänderung steht Müttern in den Fällen einer vorzeitigen Geburt ebenfalls das Recht zu, die Mutterschutzfrist nach der Entbindung um die Tage zu verlängern, die vor der Geburt nicht in Anspruch genommen werden konnten (§ 6 Abs. 1). Eine entsprechende Regelung galt nach altem Recht bereits für medizinische Frühgeburten.

-       Für die Berechnung des Arbeitsentgelts bei Beschäftigungsverboten wird klargestellt, dass dauerhafte Verdienstkürzungen, die während oder nach Ablauf des Berechnungszeitraums eintreten und nicht auf mutterschutzrechtlichem Beschäftigungsverbot beruhen, zu berücksichtigen sind (§ 11 Abs. 2 Satz 3).

-       Bei der Berechnung des Erholungsurlaubs zählen Ausfallzeiten wegen mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverboten als Beschäftigungszeiten. Hat die Frau ihren Urlaub vor Beginn der Beschäftigungsverbote nicht oder nicht vollständig erhalten, so kann sie nach Ablauf der Fristen den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr beanspruchen (§ 17).