Das bereits im November 2000 verkündete, aber bislang aufgrund einstweiliger Anordnungen des Bundesverfassungsgerichts ausgesetzte Altenpflegegesetz des Bundes tritt - ohne die die Altenpflegehilfeausbildung betreffenden Teile - am 01. August 2003 in Kraft, so dass die Altenpflegeausbildung ab diesem Zeitpunkt nach dem neuen Recht erfolgt.

Mit dem neuen Gesetz wird die Ausbildung in der Altenpflege erstmals bundeseinheitlich geregelt. Die Altenpflegeausbildung wird grundsätzlich drei Jahre dauern. Während der gesamten Ausbildungszeit besteht ein Anspruch auf Ausbildungsvergütung. Es gibt einen Träger der praktischen Ausbildung, der den Ausbildungsvertrag mit dem Schüler abschließt. Diese Aufgabe kann von einer stationären Pflegeeinrichtung bzw. einem Altenheim oder einem ambulanten Pflegedienst wahrgenommen werden. Die Einrichtung muss mit einer Altenpflegeschule einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben oder selbst eine staatlich anerkannte Altenpflegeschule leiten. Die Berufsbezeichnungen "Altenpflegerin", "Altenpfleger", "Altenpflegehelferin" und "Altenpflegehelfer" werden geschützt.

Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung kann nunmehr erlassen werden. Die im Altenpflegegesetz enthaltene, entsprechende Ermächtigung an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist - ebenso wie die Modellklausel zur Erprobung von Ausbildungsangeboten zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe und die Ermächtigung an die Länder, zur Aufbringung der Kosten der Ausbildungsvergütung ggf. ein Ausgleichsverfahren einzuführen - mit Wirkung vom 25.10.2002 wieder in Kraft gesetzt worden.

Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass somit künftig auch Altenpflegerinnen und Altenpfleger die Möglichkeit haben eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) in Anspruch zu nehmen, sofern sie an einem Weiterbildungslehrgang teilnehmen, der nach den Richtlinien der DKG durchgeführt wird.