Laut Homepage der WHO (www.who.int - Stand 01.04.2003) wurden in 13 Ländern insgesamt 1622 Fälle mit 58 Todesopfern gemeldet, wobei einige wenige Verdachtsfälle und wahrscheinliche Erkrankungen auch in Deutschland vorgekommen sind. Der Erreger dieser Erkrankung ist bisher noch nicht bekannt.

Das RKI hat im Einvernehmen mit den Bundesländern die Koordinierung der Empfehlungen zum Vorgehen bei Verdachtsfällen und zur Verhütung der Weiterverbreitung unternommen und stellt nun auch Informationen zu krankenhaushygienischen Aspekten über die Internetseiten www.rki.de zur Verfügung.

Diese Informationen betreffen insbesondere die

-      Falldefinition des SARS,

-      krankenhaushygienischen Aspekte sowie Empfehlungen des RKI für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit SARS ,

-      Hinweise für das Management von Personen mit Verdacht auf SARS und wahrscheinlichem SARS,

-      Hinweise zur entsprechenden Diagnostik sowie Empfehlungen zum Umgang mit diesem Probenmaterial und

-      Empfehlungen zum Transport SARS-verdächtiger Untersuchungsproben.

Die Informationen werden ständig vom RKI überarbeitet und aktualisiert.

Die oben beschriebenen "erweiterten Standardhygienemaßnahmen" sollen bei Verdachtsfällen oder wahrscheinlichen Fällen von SARS angewandt werden, um Infektionen im Bereich des Gesundheitswesens zu vermeiden und um die Infektionskette zu unterbrechen.

In der letzten Ausgabe des Epidemiologischen Bulletins wurde ein Artikel zum Vorgehen bei SARS veröffentlicht, der unter http://www.rki.de/INFEKT/EPIBULL/2003/12_03.PDF abrufbar ist.

Des weiteren gibt es unter der Tel.-Nr. 01888/7543536 beim Robert Koch-Institut eine SARS-Hotline für dringliche Anfragen von Mo. - Fr. von 8.30-17.00 Uhr, während die Beratung für Gesundheitsämter rund um die Uhr gesichert wird. Bitte beachten Sie, dass allerdings hier keine Informationen zu Reisen in die betroffenen Gebiete beantwortet werden.